27. MAI 2018

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Wird 2017 das Jahr der Erneuerbaren?


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Auf den ersten Blick sieht die Lage auf dem Markt für Solarstrom wenig rosig aus: Während die Strompreise in die Höhe klettern, ist die Einspeisevergütung für Photovoltaik kontinuierlich gesunken.

Bei aktuell zwölf Cent pro Kilowattstunde wird das Einspeisen selbst erzeugten Stroms immer unattraktiver.

Doch für Schwarzseherei besteht kein Grund – schließlich bieten steigende Preise für konventionell erzeugten Strom auch einen deutlichen Vorteil: Ökostrom aus Erneuerbaren Energien lässt sich im Vergleich immer günstiger erzeugen. Hinzu kommen historisch niedrige Zinsen. Für 2017 ist deshalb ein deutlicher Marktaufschwung zu erwarten.

Aufgrund der Preisentwicklung ist Energie aus Photovoltaik nicht mehr nur für Privathaushalte interessant, sondern auch für Energieversorger. Günstigen Solarstrom in die Angebotsstrategie zu integrieren, bietet ein attraktives zusätzliches Umsatzpotenzial. Neben dem klassischen Geschäft setzen deshalb immer mehr Anbieter auf eine zweigliedrige Vertriebsstruktur: Im Fokus steht Photovoltaik in Kombination mit Energiespeichersystemen (ESS) für die private Anwendung.

Die Nachfrage nach solchen Leistungen ist in den vergangenen Monaten rasant gewachsen. Die Energieversorger müssen daher schnell geeignete Lösungen finden.

Wir haben deshalb eine Kooperation mit einer bundesweit tätigen Gesellschaft kommunaler Energieversorger gestartet. Ziel des Projekts: eine große Anzahl an Kommunen mit ESS auszustatten.

Was bleibt, ist die Frage nach der Ursache: Warum erlebt Photovoltaik in Kombination mit ESS gerade jetzt solch einen Aufschwung? Ein wesentlicher Treiber für die Umstrukturierung sind die technologischen Entwicklungen im ESS-Segment. Angesichts des schlummernden Potenzials wurde viel in Forschung und Entwicklung investiert.

LG Chem bietet seine RESU-Serie mittlerweile zusätzlich zu den Niedervoltvarianten mit 48 Volt auch in Hochvoltvarianten mit 400 Volt an. Durch die Minimierung von Wandlungsverlusten haben Anwender buchstäblich mehr vom selbst erzeugten Strom.
Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis von Energiespeichersystemen ist mittlerweile so gut, dass einer Integration in private PV-Anlagen nichts mehr im Wege steht.


Stefan Krokowski, LG Chem


Ausgabe:
es 03/2017
Bilder:
Bild: Stefan Krokowski / LG Chem

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