17. JULI 2018

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Im Ladezustand


Titelstory

Firmenstrompreise richten sich nach der sogenannten Maximallast. Selbst wenn sie nur einmal im Jahr erreicht wird, stuft man die Firmen danach ein. Jetzt sorgt die Energiewende dafür, dass Unternehmen aus diesem Kreislauf aussteigen können.
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Fast jeder zweite Haushalt in Deutschland, der sich eine Solarstromanlage kauft, schafft zeitgleich einen Batteriespeicher an. Der Grund: Die Anlagen sollen in erster Linie dazu dienen, die Kosten für Strom aus dem Netz zu reduzieren. Die Betreiber nutzen das Gros des erzeugten Solarstroms für sich selbst; Fachleute nennen das Eigenverbrauch. Dessen Anteil kann mittels eines Akkuspeichers sowie einer intelligenten Steuerungselektronik noch erhöht werden .

Lastganganalyse

Im Handel, im Gewerbe und in der mittelständischen Industrie ist der Trend zur Solarspeicherbatterie bislang kaum zu spüren, sagen Experten.

Aber das soll sich ändern. E.on rechnet für die nächsten Jahre mit einem deutlich zweistelligen Marktwachstum. »Durch die intelligente Verzahnung von individuellen Verbrauchsprofilen, eigener Solarstrom-Erzeugung und dessen Speicherung unterstützen wir Betriebe dabei, nachhaltiger und kosteneffizienter zu wirtschaften«, sagt Robert Hienz, Geschäftsführer der E.on Energie Deutschland. Das Unternehmen hat im Sommer eine Solar- und Speicherlösung für Industrie- und Gewerbekunden namens Aura Pro vorgestellt. Das Unternehmen hat errechnet, dass sich die Systeme unter anderem für das metallverarbeitende Gewerbe, im Bereich elektrische Ausrüstungen sowie in landwirtschaftlichen Betrieben besonders gut eignen; denn aufgrund des hohen Energiebedarfs der Betriebe sind deren Spareffekte umso größer, wenn Solarstromanlagen und Speicher nicht einfach nur zusammen installiert, sondern bedarfsgerecht auf die Situation vor Ort abgestimmt werden. Hier setzt E.on an. Denn anders als in Privathaushalten beeinflussen in Industrieunternehmen und Gewerbebetrieben vor allem sogenannte Lastspitzen die Höhe der Stromkosten.

Spezifische Speicherkonfiguration

E.on Aura Pro könne genau diese Spitzen durch gespeicherten, selbst erzeugten Strom zu jeder Tageszeit decken und damit die Maximallasten erheblich reduzieren, so Hienz.

Kernelement des Angebots ist die individuelle Speicherkonfiguration auf Basis einer individuellen Lastganganalyse im Unternehmen. Hat eine Firma beispielsweise dreimal täglich für eine Weile besonders viele Maschinen in Betrieb, entstehen Maximallasten. Ein korrekt dimensionierter Speicher deckt die Lastspitzen ab und verringert so den Maximalbedarf vor Ort. Folglich sinken die Stromkosten. Darüber hinaus lasse sich der Speicher, je nach Einsatzzweck, auch zur Optimierung von Tarifzeiten oder für kurze Phasen als Notstromquelle einsetzen, heißt es in einer Produktbeschreibung.
Die Mehrfachnutzung sei der Schlüssel zur Wirtschaftlichkeit, so E.on, und die steht bei Unternehmen meist ganz oben, wenn es um Investitionen geht.


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Ausgabe:
es 08/2017
Bilder:
Bild: Peter Varga/fotolia.de
E.on
Bild: Harald Lange/ fotolia.de
E.on

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