22. AUGUST 2018

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Hunger auf mehr?


Markt

Innogy wird aufgeteilt zwischen E.on und der Innogy-Mutter RWE. Die Konzerne haben altes Konkurrenzdenken über Bord geworfen. Die Folgen für den Markt und die übrigen Wettbewerber sind erst schemenhaft erkennbar.
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»Sorge um Stellenabbau bei E.on und Innogy, Experten kritisieren Marktmacht und warnen vor Strompreiserhöhungen«: Nach Bekanntwerden der Pläne von E.on und RWE zum Tausch von Geschäftsbereichen wird über die Folgen spekuliert.

Die Pläne waren selbst für Experten überraschend: Mitte März hatten die beiden Unternehmen aus Essen auf einer Pressekonferenz angekündigt, dass E.on das Vertriebs- und Netzgeschäft von der RWE-Tochter Innogy übernehmen wird und RWE das Ökostromgeschäft von Innogy und E.on.

Die Unternehmen wollen die Verteilung der Innogy-Geschäfte bis Ende 2019 abschließen. Bis zu 5.000 Arbeitsplätze sollen laut E.on-Chef Johannes Teyssen in dem erweiterten Unternehmen wegfallen. In den Medien warnten Kritiker, dass mit der Entscheidung der Unternehmen unter anderem Strompreiserhöhungen einhergehen könnten.

Es entstehe ein Megakonzern mit großer Marktmacht, hieß es; das gefährde den Wettbewerb im Strommarkt und könnte auf lange Sicht zu Strompreiserhöhungen für Verbraucher führen. Das Kartellamt müsse die Fusion sehr kritisch prüfen, war zu lesen.

Cashcow Netzbetrieb


Inzwischen liegen die ersten wissenschaftlichen Einschätzungen vor, welche Auswirkungen die Pläne voraussichtlich auf den deutschen Energiemarkt haben. »Durch die Zusammenlegung der Netzaktivitäten von beiden Gesellschaften in der E.on entsteht ein Netzbetrieb mit 27 Milliarden Euro Umsatz und einem Ebit von knapp 4 Milliarden Euro«, so das Center für kommunale Energiewirtschaft am Ineko, einem Institut der Universität Köln.

»Das Ergebnis dürfte sich durch die Synergieeffekte beim Netzbetrieb noch steigern lassen«, heißt es. Denn bei E.on und RWE sei der Netzbetrieb inzwischen die wichtigste Ertragssäule geworden, so das Center, das anlässlich des zwanzigsten Jahrestages der Liberalisierung des deutschen Energiemarktes die Rolle der kommunalen Energieversorger und Netzbetreiber untersucht hat.


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Ausgabe:
es 05/2018
Bilder:
Bild: ra3rn/fotolia.de

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