21. OKTOBER 2018

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Daten-Drehkreuz


Digitales

Daten sind das neue Öl, heißt es. Am Flughafen Stuttgart haben Experten eine Datenplattform installiert, die Erzeugung und Verbrauch besser verzahnt als früher.
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Auch wenn der Stuttgarter Flughafen nachts für die Öffentlichkeit gesperrt ist, zur Ruhe kommt der Airport eigentlich nie. Irgendwas ist immer. Egal ob tags oder nachts, die Versorgung mit Strom, Wärme oder Kälte muss stets gewährleistet sein. Damit Erzeugung und Bedarf bestmöglich harmonieren, nutzt der Flughafenbetreiber eine spezielle IT-Plattform, die ein Konsortium aus Wissenschaft und Wirtschaft zwischen 2015 und 2017 entwickelt hat.

Perlenfischer im Datenmeer


Auf Basis einer Smart-Data-Plattform steuert der Flughafen seine technischen Anlagen prognosebasiert und optimiert sie auf Grundlage der aktuellen Rahmenbedingungen. Und das über alle Energieträger hinweg.

Der Flughafen reduziert so Energiekosten, steigert die Energieeffizienz und optimiert den Eigenverbrauch. Die Entwicklungskosten für die Plattform übernahm das Bundeswirtschaftsministerium; der Grund: Weil die Energiewende die Strukturen der Energieversorgung grundlegend verändert, braucht es neue Blaupausen für den Betrieb energieintensiver Unternehmen und kritischer Infrastrukturen.

Oberste Prämisse: möglichst wenig Reibungsverluste im Verhältnis zwischen Erzeugung und Bedarf, wobei sich beide Parameter – teils kurzfristig – ändern können.

BMWi-Förderprogramm


Wie gelingt es, beides unter einen Hut zu bekommen und zugleich Energie zu sparen? Die Antwort auf diese Frage ist wichtig für den Alltagsbetrieb und die Versorgungssicherheit der nächsten Jahrzehnte.

Damit das auch klappt, braucht es Erfahrung und Werkzeuge. Pilotprojekte sollen Best Practice Beispiele liefern, die dann bundesweit Schule machen und neue Standards setzen. Das Stuttgarter Projekt mit dem Namen Smart Energy Hub war Teil des BMWi-Technologieprogramm ‚Smart Data – Innovationen aus Daten‘, das insgesamt 13 Projekte umfasst.

IT-Spezialist Seven2one aus Karlsruhe hat für das Flughafenprojekt eine intelligente Datendrehscheibe entwickelt, die Sensordaten aus der Gebäudeleittechnik sowie Wetter- und Marktdaten verarbeitet.

Dort werden neben den Inputdaten für die angebundenen Prognose- und Optimierungsalgorithmen auch die Ergebnisse gespeichert und über eine webbasierte Oberfläche für Expertenanalysen bereitgestellt. Das ermöglicht es den Experten vom Flughafen, das System vorausschauend und kostenoptimal zu steuern.


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Ausgabe:
es 05/2018
Bilder:
Bild: Flughafen Stuttgart
Bild: Flughafen Stuttgart

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