23. OKTOBER 2018

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So geht Energieeffizienz


Markt

Energiekosten zu sparen ist ein permanenter Prozess in vielen Firmen. Wie sollten Unternehmen dabei vorgehen? Hier ein gutes Beispiel eines Automobilizulieferes aus Ostbayern.
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»Unternehmen erreicht dank Energiedatenmanagement Einsparziele«. So oder ähnlich ist es immer zu lesen. Diese Erfolge beruhen zumeist auf dem gekonnten Zusammenspiel von Mensch und Technik, sagen Experten. Sie raten dazu, Energiemanagementsystem und Energiemanager vor Ort immer als ein Team zu sehen.

Nur gemeinsam erreicht man die gesteckten Ziele. In der Praxis stellen Energieeffizienzexperten immer wieder fest, dass vielen Unternehmen dieser Zusammenhang nicht klar ist.

Teamarbeit


»Leider stellen wir immer wieder fest, dass Firmen ein Energiedatenmanagementsystem einsetzen aber keinen Energiemanager, der die nötige Zeit und Ausbildung hat«, so die Firma KBR aus Schwabach bei Nürnberg. KBR ist ein Spezialist für Energiemanagement in Unternehmen.

Ein Energiedatenmanagement spart keine einzige Kilowattstunde ein. Die Einsparung entsteht aufgrund von Datenanalysen und den richtigen Entscheidungen des Energiemanagers.

Das zeigt auch das Beispiel eines Automobilzulieferers. Binnen fünf Jahren senkte die Firma in ihrem Werk in Ostbayern den relativen Stromverbrauch um 20 Prozent.

Das geschah nicht mit einer Maßnahme oder auf einen Schlag, sondern mit mehreren Kleinprojekten. Zudem stellt das Unternehmen eigens einen Mitarbeiter ab, der für die Überwachung der Energiedaten mittels Software zuständig ist und die Mess- und Kostenstellen auswertet. Das ist ein essenzieller Schritt, um die geplanten Einsparziele tatsächlich zu erreichen, so KBR.

Rund 640 Messpunkte


Die Daten liefert die KBR-Software ‹Visual Energy 4›. Sie erfasst die Signale von rund 640 Messpunkten, die in dem Werk des Automobilzulieferers in Ostbayern installiert sind. Die Software sammelt dort unabhängig vom Hersteller des Messwertaufnehmers Messergebnisse für Strom, Erdgas, Wasser, Druckluft und diverse Prozess- und Betriebsmittelleitungen.

Die Messstellen müssen dafür nicht alle in das System eingebunden sein; die Daten können daneben sowohl per Hand als auch mobil über eine App eingetragen werden.


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Ausgabe:
es 06/2018
Bilder:
Bild: pogonici/fotolia.de

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