23. OKTOBER 2018

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Dynamik statt Routine


Management

Agiles Projektmanagement ist in aller Munde, es muss nur auch gelebt werden. Was passiert aber, wenn bei Anbieter und Kunde zwei Welten aufeinandertreffen?
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Wenn Innovation und Tradition miteinander ringen, kann es schon mal knirschen. Beispielsweise beim Aufeinandertreffen von agiler Projektmethodik und klassischem Projektmanagement. Wenn also der IT-Dienstleister dem Stadtwerk eine agile Software-Einführung vorschlägt, der Versorger aber herkömmlich mit einem haarklein ausformulierten Pflichtenheft starten will.

Soptim erlebt diese Konstellation häufig in der Praxis. Man setze den Projektfrieden aber nicht aufs Spiel, so das Unternehmen. Der EVU-Kunde bleibe auch dann König, wenn er konventionell betreut werden möchte.

Noch ein Impuls nötig


Mit seinem digital-agilen Ansatz findet das Softwarehaus zwar mehr und mehr Anhänger. Aber oft braucht es Überzeugungsarbeit, um die Kunden zum Umdenken zu bewegen. Dr. Andreas Gierlich, Leiter Projektmanagement-Office bei Soptim, ist von den Vorteilen agiler Projektmethoden überzeugt. Deshalb lässt er selbst bei eingefleischten Skeptikern nicht locker. Quasi nach dem Motto, dass »nein« auch mit »noch ein Impuls nötig« übersetzt werden kann.

Schon vor einigen Jahren haben die Aachener begonnen, Prozesse im eigenen Haus auf agil zu trimmen. Auf Entwicklungsseite wird seither Scrum eingesetzt. Die Methode allein ist aber kein Garant für den Erfolg. Parallel vollzieht man in allen Unternehmensbereichen einen Wandel zu einer agilen Kultur, um Werte, Arbeitseinstellung und Methodik in Einklang zu bringen.

Zusätzlich befeuert wird der Wandel durch die alles umwälzende Digitalisierung. Soptim hat sich eigenen Angaben zufolge inzwischen komplett neu erfunden und positioniert sich heute als Digital Transformer. In der Überzeugung, dass man die zukünftigen dynamischen Herausforderungen im Energiemarkt – Dezentralisierung, Dekarbonisierung, Digitalisierung und Demokratisierung – nicht mit alten, statischen Arbeitsmethoden in den Griff bekommen wird.

Schneller im Feedback-Modus


Nach innen funktioniert es: Die Software-Entwickler arbeiten motivierter, weil sie neue Produkte aktiv mitgestalten und Verantwortung übernehmen dürfen. Im agilen Projekt kann zudem flexibel auf veränderliche Markt- und Kundenanforderungen reagiert werden. Man kommt schneller zum Ziel und erzielt sogar bessere Resultate. »Weil wir mit dem agilen und digitalisierten Arbeitsmodell mehr PS auf die Straße bringen, möchten wir es natürlich auf die Zusammenarbeit mit unseren Kunden übertragen«, so Gierlich.


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Ausgabe:
es 06/2018
Bilder:
Bild: alexanderbaumann/fotolia.de

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