23. JUNI 2018

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Energieauditpflicht für kommunale Unternehmen


Der Verband kommunaler Unternehemen (VKU) macht in einer Mitteilung darauf aufmerksam, dass kommunale Unternehmen ein Energieaudit bis zum 5.12.2015 durchgeführt haben müssen. Davon sind, anders als bei privaten Unternehmen, auch kleine kommunale Unternehmen betroffen.

Dies kritisiert der VKU. Grund für diese Verpflichtung der kleinen kommunalen Unternehmen ist, dass das Gesetz die KMU-Definition aus dem europäischen Beihilferecht verwendet, demzufolge alle kommunalen Unternehmen aus dieser KMU-Definition grundsätzlich herausfallen, egal wie groß sie sind. Die sinnvolle Regelung, kleine Unternehmen nicht der Auditierungspflicht zu unterwerfen, treffe damit auf sie nicht zu, so der VKU.   

Hintergrund


Unternehmen, die nach den Empfehlungen der Europäischen Kommission nicht zu den kleinen und mittleren Unternehmen zählen, sogenannte Nicht-KMU, müssen nach dem novellierten Gesetz über Energiedienstleistungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen (EDL-G) erstmals bis zum 05.12.2015 ein Energieaudit durchgeführt haben.


Kommunale Unternehmen sind von dieser Regelung in zweifacher Hinsicht betroffen. Zum einen können sie als Dienstleister ihren Kunden Energieaudits anbieten. Zum anderen müssen sie die Audits auch selbst in den eigenen Unternehmen durchführen. 

Ausgenommen: Hoheitliche Bereiche


Positiv bewertet der VKU, dass hoheitliche Bereiche, wie beispielsweise die kommunalen Abwasser- und Abfallentsorger, von der Auditverpflichtung ausgenommen sind. Dafür, wie auch für eine Ausnahme für die Trinkwasserversorger, hatte sich der VKU im Laufe des Gesetzgebungsprozesses eingesetzt.


Im Bereich der öffentlichen Wasserversorgung geht das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) davon aus, dass aufgrund der unterschiedlichen landesrechtlichen Bestimmungen allerdings nicht in allen Bundesländern von einer Pflicht zur Durchführung eines Energieaudits auszugehen ist. 

Ablauf


Das Energieaudit hat grundsätzlich nach DIN EN 16247-1 zu erfolgen. Alternativ zugelassen sind auch andere Systeme, wie beispielswiese die DIN EN ISO 50001. Hier muss jedes Unternehmen für sich prüfen, welches System für ihn das Richtige ist, so der VKU weiter. 


Energieaudits oder die Umsetzung von denen im Energieaudit identifizierten Maßnahmen können auch im Rahmen von Energieeffizienznetzwerken durchgeführt werden. Der Verband ist Partner der zugrunde liegenden Initiative Energieeffizienznetzwerke.


Aus Sicht des Verbandes können Energieeffizienznetzwerke einen wichtigen Beitrag zur Erreichung kommunaler Klimaschutzkonzepte leisten. Ebenfalls können wichtige Impulse für eine verstärkte Zusammenarbeit von Energieunternehmen mit dem Fachhandwerk, Herstellern sowie Geschäftskunden gesetzt werden.

Datum:
25.11.2015
Unternehmen:
Bilder:
Thorben Wengert/pixelio.de

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