27. MAI 2018

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Null bis 0,44 Cent pro kWh


Die Bundesnetzagentur hat die Ergebnisse der ersten Ausschreibungsrunde für die Offshore-Windenergie veröffentlicht. Einige Projekte sollen ganz ohne Förderung realisiert werden. Die mit den Geboten dramatisch gesunkenen Preise spiegeln eine steile Lernkurve der Branche wider, so die Stiftung Offshore Windenergie.

Der niedrigste Zuschlagspreis lag bei 0,0 Cent pro Kilowattstunde, so die Stiftung. „Dies bedeutet, dass die Stromkunden durch den künftigen Ausbau der Offshore-Windparks nach 2020 kaum noch für die zusätzliche EEG-Förderung für neue Offshore-Windparks aufkommen müssen“, heißt es in einer Mitteilung.

 

Die Bundesregierung ist aus Sicht der Stiftung spätestens in der kommenden Legislaturperiode gefordert, die Ausbauziele für die Windenergie auf See nach oben zu öffnen.

 

Denn der Ausbaudeckel von 15 Gigawatt bis 2030 sei in erster Linie eingeführt, um die Kosten der Energiewende besser zu kontrollieren, heißt es.

 

„Mit den heutigen Ergebnissen ist deutlich geworden, dass die Offshore-Windenergie das Potenzial hat, schon in naher Zukunft der Kern einer preiswerten Energiewende zu werden“, so die Stiftung.

 

Reaktion des VDMA

 

Der VDMA bewertet die Ergebnisse zur ersten EEG-Ausschreibung bei Offshore-Windenergie als Meilenstein.

 

Die Ausschreibungsergebnisse – 0,44ct / kWh im Durchschnitt der Zuschläge und 0 ct / kWh als niedrigstes Gebot – seien ein bemerkenswertes Signal für den Offshore-Markt in Deutschland.

 

Rund 1,5 GW ausgeschrieben

 

Die erste Ausschreibungsrunde umfasste ein Gesamtfördervolumen für Offshore-Windparks von 1.550 MW in der deutschen Nord- und Ostsee.

 

Diese sollen zwischen 2021 und 2025 in Betrieb genommen werden, wobei für die Parks in der Nordsee erst ab 2023 Netzanschlüsse zur Verfügung stehen.

 

Insgesamt waren laut Stiftung Offshore 23 Projekte an der Ausschreibungsrunde teilnahmeberechtigt.

 

Anders als in anderen EU-Ländern, wo sich unterschiedliche Unternehmen für den Zuschlag bei einem Projekt bewerben, hat die Bundesregierung in Deutschland ein Übergangssystem eingeführt, bei dem nun verschiedene, bereits vorentwickelte Projekte gegeneinander angetreten sind, so die Stiftung.

 

"Durch dieses System, welches den Übergang zu einem zentralen Ausschreibungsmodell darstellt - dessen erste Ausschreibung im Jahr 2021 geplant ist - werden hierzulande unterschiedliche Preise innerhalb einer Ausschreibungsrunde bezuschlagt", so die Stiftung.

 

Weitere Informationen unter www.bundesnetzagentur.de/WindSeeG17-1

Datum:
18.04.2017
Bilder:

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