27. MAI 2018

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Surfen im Gigabit-Tempo


Die nächste Bundesregierung muss schnellstmöglich die richtigen Anreize für den dringend benötigten Ausbau von Gigabit-Anschlussnetzen in Deutschland setzen. Darauf weisen Telekommunikationsverbände in einer gemeinsamen Erklärung hin. Sie fordern eine „schlüssige Gigabit-Strategie“ für den Breitbandausbau.

„Deutschland, die stärkste Volkswirtschaft Europas, braucht flächendeckend Gigabit-Netze als zentrale Zukunftsinfrastruktur“, so die Verbände Anga, Breko, Buglas, Vatm und Ftth Council Europe.  

 

Zentral aus Sicht der Branchenverbände: Die nächste Bundesregierung muss klar auf echte Gigabit-Infrastrukturen setzen.

 

"Übergangstechnologien auf Basis der alten Telefonleitung, also der Kupferdoppelader, wie zum Beispiel Vectoring können die künftig unbedingt erforderlichen Qualitätsparameter wie symmetrische Bandbreiten, Verfügbarkeit, Latenz und Zuverlässigkeit nicht erfüllen", heißt es.

 

Mehr als 40 Mrd € investiert 

 

Mehr als 53 Prozent der Investitionen, die in den vergangenen gut zehn Jahren in den Breitbandausbau investiert wurden, stammen nach Angaben der Verbände von den alternativen Netzbetreibern in Deutschland. Insgesamt mehr als 40 Milliarden Euro.

 

"Über 80 Prozent der heute verfügbaren Glasfaser-Anschlussnetze (FTTB/FTTH) wurden von den Wettbewerbern errichtet", so die Verbände.

  

Zudem seien die Ausbauaktivitäten der alternativen Wettbewerber ein starker Treiber für Investitionen des Ex-Monopolisten Deutsche Telekom.

 

Regulierung  


„Mit mehr als 80 Prozent Marktanteil im Anschlussbereich verfügt die Deutsche Telekom auch heute noch über eine marktbeherrschende Stellung und darf daher auch künftig nicht pauschal aus der Regulierung entlassen werden“, so die Verbände.

 

Aufgrund der bestehenden Marktverhältnisse sprechen sich die Verbände gegen eine Ausweitung der Regulierung auf alle Marktteilnehmer, die sogenannte symmetrische Regulierung, aus.

 

Auch die Vergabe von Fördermitteln muss laut den Verbänden künftig zwingend auf die Errichtung von Gigabit-Anschlussnetzen ausgerichtet werden.

 

Gigabit-Netz

  

Anstelle des bisherigen 50-MBit/s-Ausbauziels muss die Politik ein weitsichtiges Gigabit-Ziel bis zum Jahr 2025 definieren, fordern die fünf Verbände.

 

„Wir werden den Ausbau mit Gigabit-Netzen auch in Zukunft in erster Linie eigenwirtschaftlich stemmen“, betonen die Verbandspräsidenten Braun, Kelly, Weirich, Westfal und Witt.

 

„Dort, wo ein Ausbau jedoch nicht wirtschaftlich realisierbar ist, ist eine zielgerichtete Förderung mit klarem Fokus auf Gigabit-Glasfaser-Infrastrukturen sinnvoll und notwendig.“ 

 

Das Thesenpapier "Die stärkste Volkswirtschaft Europas braucht auch die beste digitale Infrastruktur" steht hier zum Download zur Verfügung

Datum:
07.09.2017
Bilder:
A. Dreher/ pixelio.de

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