17. JULI 2018

zurück

kommentieren drucken  

Status quo der Energieunion


Die EU-Kommission hat den dritten Bericht zur Lage der Energieunion vorgelegt. Er gibt einen Überblick über Fortschritte, enthält eine Vorschau auf das kommende Jahr und beschäftigt sich mit Anpassung und Ausbau der Energienetze.
Mehrseitiger Artikel:
1 2  

Dank der im Jahr 2017 erzielten Fortschritte sei die EU auf einem gutem Weg, das Projekt Energieunion zu verwirklichen, teilt die Kommission weiter mit. Außerdem würden Maßnahmen eingeführt, um dafür zu sorgen, dass die Umstellung auf saubere Energien sozialverträglich erfolgt.

2018 „im Zeichen des Engagements“

„Ziel ist, unserer Verpflichtung zur Vollendung der Energieunion bis zum Ende der Amtszeit dieser Kommission nachzukommen. Im Jahr 2019 darf die Energieunion nicht mehr länger nur auf dem Papier stehen, sondern muss tägliche Realität sein, die jedem EU-Bürger zugute kommt", so Maroš Šefcovic, Vizepräsident der EU-Kommission und zuständig für die Energieunion.


„Hier ist in allen Teilen der Gesellschaft mehr Eigenverantwortung gefragt. Deshalb steht das nächste Jahr für mich im Zeichen des Engagements.“

Fortschritte

Der dritte Bericht  (Link zum englischen Bericht sowie Hintergrundinformationen auf den Seiten der Kommission) gibt unter anderem einen Überblick über die Fortschritte, die im vergangenen Jahr nach Veröffentlichung des zweiten Berichts über die Lage der Energieunion vom Februar 2017 erzielt wurden.


Das Paket „Saubere Energie für alle Europäer“ umfasst laut Kommission beinahe alle Vorschläge, die notwendig sind, um beim Klimaschutz den Grundsatz „Energieeffizienz an erster Stelle“ umzusetzen, die weltweite Führungsrolle der EU im Bereich der erneuerbaren Energien zu unterstützen und ein faires Angebot für die Energieverbraucher zu gewährleisten.


Im März dieses Jahres sei das Maßnahmenpaket „Europa in Bewegung“ für den Verkehrssektor vorgelegt worden. Ziel ist, bei der sozialverträglichen Umstellung auf saubere Energie und Digitalisierung wettbewerbsfähig zu bleiben.


Im November habe man das Paket für saubere Mobilität vorgestellt, ein entscheidender Fortschritt bei der Umsetzung der Verpflichtungen der EU im Rahmen des Pariser Abkommens für ein verbindliches CO2-Reduktionsziel von mindestens 40 % bis 2030.

Nationale Pläne fertigstellen

Die Vollendung der Energieunion erfordere Engagement und die enge Zusammenarbeit von Kommission, Mitgliedstaaten und der Gesellschaft insgesamt. Aus eben diesem Grund müssten die Mitgliedstaaten die Entwürfe der integrierten nationalen Energie- und Klimapläne für die Zeit nach 2020 Anfang 2018 fertigstellen.


Außerdem wird laut der Kommission im dritten Bericht über die Lage der Energieunion bestätigt, dass ohne Anpassung der Infrastruktur an die Erfordernisse des zukünftigen Energiesystems eine Energiewende nicht möglich ist.


Mehrseitiger Artikel:
1 2  
Datum:
27.11.2017
Unternehmen:
Bilder:
Composing: Erich Westendarp / pixelio.de; Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 

Diese Artikel könnten Sie ebenfalls interessieren:

EE-Vergütung: Differenzverträge sind die beste Option

EE-Vergütung: Differenzverträge sind die beste Option

Trotz sinkender Technologiekosten sind auch in Zukunft Vergütungsinstrumente für erneuerbare Energien sinnvoll. In einer Studie untersucht das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) anhand einer Simulation die Implikationen verschiedener Vergütungsoptionen. » weiterlesen
Studie: Kleine Wasserkraft reduziert Kosten für Netzausbau

Studie: Kleine Wasserkraft reduziert Kosten für Netzausbau

Der Bestand der kleinen Wasserkraftanlagen reduziert die Kosten für den Netzausbau um rund eine Milliarde Euro gegenüber einem Szenario ohne diese Anlagen und stabilisiert die Netze. Das ist zentrales Ergebnis einer Kurzstudie der Bergischen Universität Wuppertal. » weiterlesen
Gemeinsam für Energie

Gemeinsam für Energie

Die Zahl der Energie-Genossenschaften ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen, seit 2016 ist sie stabil geblieben. Das hat eine Studie der Universität Kassel ergeben, die sich auch mit der Gesellschafterstruktur und der Erzeugungsart der Genossenschaften beschäftigt. » weiterlesen
Auf in die Fläche

Auf in die Fläche

Nach Bayern und Baden-Württemberg will auch Hessen künftig Standorte auf sogenannten benachteiligten Flächen für Solarparks öffnen, wie der Bundesverband Solarwirtschaft mitteilt. Dabei handelt es sich um ertragsschwache landwirtschaftliche Flächen. Der Verband erwartet, dass weitere Bundesländer in den nächsten Monaten folgen werden. » weiterlesen
 
» Finden Sie weitere News in unserem Newsarchiv

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Aktuelle Ausgaben

Partner

Management Forum Starnberg GmbH

Medienpartner enerope

Maslaton

GVS