27. MAI 2018

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Strom abspeichern


In Schleswig-Holstein weht meist der Wind, darum stehen dort auch so viele Windenergieanlagen. Weil der Wind mal kräftig und mal schwach weht, müssen punktuell Stromspeicher gebaut werden, um Engpässe oder Überlastung des Stromnetzes zu vermeiden. Jetzt ging in Brunsbüttel bei Hamburg ein Akkuspeicher zur Netzregulierung in Betrieb.

Die Anlage mit einer Kapazität von 2,5 MW soll außerdem Primärregelenergie bereitstellen und Erkenntnisse für den intelligenten Netzbetrieb liefern.

 

Betrieben wird das Li-Io-Speicherkraftwerk den Angaben zufolge vom Energieunternehmen Wind to Gas Energy, das einen eigenen Windpark mit 15 Megawatt betreibt und sich hauptsächlich zur Aufgabe macht, Energiespeicherung durch Wandlung in Gas zu nutzen und die Marktoptimierung von Speichertechnologien voranzutreiben.

 

Die Anlagentechnik hat Ads-tec geliefert. „Das neue Storaxe Batteriekraftwerk ist ein Hochleistungssystem mit 2,5 Megawattstunden Kapazität und 2,5 Megawatt Leistung, das in einer Stunde komplett be- und entladen werden kann und in Millisekunden große Energiemengen aus dem Netz aufnimmt oder abgibt“, so Ads-tec in einer Mitteilung.

 

So entstehe ein hochdynamischer Puffer, um Energiespitzen im Stromnetz zu glätten und die volatile Erzeugung aus erneuerbarer Energie konstant verfügbar zu machen, heißt es.

 

Bei der Anlage handelt es sich um ein Komplettsystem inklusive Trafo, Wechselrichter, Steuerung und Klimatisierungstechnologie. Sie ist direkt an das Stromnetz der Stadtwerke Brunsbüttel angeschlossen.

 

„In nur acht Monaten wurde die Anlage schlüsselfertig erstellt und in den Leitstand der Stadtwerke Brunsbüttel integriert“, so Ads-tec. Das System wurde bereits präqualifiziert.

 

Das Batteriekraftwerk wird zu Forschungszwecken am Smart Grid der Zukunft eingesetzt. Gemeinsam mit dem Frauenhofer-Institut ISIT aus Itzehohe werden alternative Betriebskonzepte für Batteriespeicher untersucht, heißt es.

 

Ohne Speicher keine Energiewende

 

Um einen langfristigen Wechsel zu erneuerbaren Energieträgern zu vollziehen, gilt es den Energiefluss aus volatilen Erzeugern im Netz zu verstetigen.

 

Hier sind vor allem intelligente und hochflexible Energiespeicherlösungen gefragt, um künftige Stromnetze vor Engpässen sowie einer Überlastung zu schützen, sagen Experten.

 

Der derzeit größte Akkuspeicher in Deutschland steht in Schwerin. Voriges Jahr wurde die Anlage erweitert.

Details unter www.energiespektrum.de/174946

Datum:
12.01.2018
Bilder:
Bild: Ads-tec

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