24. JUNI 2018

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Eon plant Kauf von Innogy


RWE und E.on haben laut eigener Angaben eine Grundsatzeinigung erzielt, wonach RWE den gesamten durch RWE gehaltenen Anteil an Innogy von 76,8 % an E.on verkaufen soll. Bindende Verträge seien noch nicht abgeschlossen. Der Verkauf soll im Rahmen eines weitreichenden Tauschs von Geschäftsaktivitäten und Beteiligungen erfolgen.

Gremien beider Unternehmen müssen der Transaktion noch zustimmen. Für den Vollzug der Transaktion müssten noch weitere Bedingungen erfüllt werden. Insbesondere wären Freigaben der Kartell- und Aufsichtsbehörden erforderlich, so die beiden Unternehmen


RWE soll im Tausch gegen die 76,8 %-Beteiligung an Innogy zunächst eine Beteiligung an E.on in Höhe von durchgerechnet 16,67 % erhalten. Die Aktien würden von E.on im Rahmen einer 20 %-Sachkapitalerhöhung aus bestehendem genehmigten Kapital ausgegeben.

RWE übernimmt Erneuerbar-Geschäft...

Zudem würde RWE von E.on – nachdem diese Innogy übernommen hätte – den weitgehenden Teil von E.ons Erneuerbaren-Energien-Geschäft erhalten und die darin seit dem 1.1.2018 erwirtschafteten Erfolge. Gleiches würde für das gesamte Innogy-Erneuerbaren-Energien-Geschäft sowie Innogys Gasspeichergeschäft und den Anteil am österreichischen Energieversorger Kelag gelten.

... und Kernkraftwerke Emsland und Grundremmingen

Ferner würde RWE von E.on die von der E.on-Tochter Preussenelektra gehaltenen Minderheitsbeteiligungen an den von RWE betriebenen Kernkraftwerken Emsland und Gundremmingen erhalten.

E.on bekommt 1,5 Milliarden

Die Transaktion würde schließlich eine Barzahlung von RWE an E.on in Höhe von 1,5 Milliarden Euro vorsehen. Die Transaktion würde den von RWE an Innogy gehaltenen Anteil von 76,8 % inklusive der unterstellten Dividenden der Innogy für die Geschäftsjahre 2017 (zahlbar 2018) und 2018 (zahlbar 2019) von insgesamt 3,24 Euro je Aktie, die RWE bis zum erwarteten Vollzug der Transaktion voraussichtlich noch zufließen werden, mit 40 Euro je Aktie bewerten.

Freiwilliges Übernahmeangebot an Minderheitsaktionäre

E.on würde den Minderheitsaktionären der Innogy ein freiwilliges Übernahmeangebot in bar unterbreiten. Dieses Angebot würde sich zum heutigen Zeitpunkt auf einen Wert von 40 Euro je Aktie summieren.


Sofern das Übernahmeangebot bereits vor der Hauptversammlung von Innogy abgeschlossen würde, die über die Dividende für das Geschäftsjahr 2018 entscheidet, würde E.on das Angebot gegebenenfalls erhöhen. RWE würde sich an dem Angebot nicht beteiligen.

Erneuerbare für die Einen

Nach erfolgreicher Durchführung der Transaktion würden die Geschäfte mit erneuerbaren Energien von E.on und Innogy unter dem Dach von RWE vereint sein. RWE würde damit laut eigener Angabe zu einem führenden europäischen Unternehmen für erneuerbare Energien und Versorgungssicherheit mit einem breit diversifizierten Portfolio aus erneuerbarer und konventioneller Stromerzeugung, die über die bestehende Handelsplattform vernetzt sein würden.

Netze und Kundenlösungen für die Anderen

Durch die Transaktion würde E.on nach eigenen Worten zu einem fokussierten, kundenorientierten Energieunternehmen, das sich auf Energienetze sowie Kundenlösungen konzentriert.

Datum:
12.03.2018
Unternehmen:
Bilder:
Bild: Innogy

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