20. JULI 2018

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Intelligenztest fürs Smart Metering


Die deutschlandweite Einführung intelligenter Messsysteme zur Erfassung des Stromverbrauchs rückt näher. Jetzt erreichte der Gerätetest ein weiteres Etappenziel.

Experten haben in einem Praxistest nachgewiesen, dass „der Großteil nahezu aller derzeit am Markt erhältlichen Geräte und Systemkomponenten für das künftige Messsystem einsatzfähig ist“, wie es in einer Mitteilung von VDE/FNN heißt.

 

Den Angaben zufolge testen Experten jeweils unterschiedliche Kombinationen von Geräten für das intelligente Messsystem. Geräte müssen ohne Probleme miteinander arbeiten und sollen problemlos installier- und austauschbar sein.

 

Dabei wurden Geräte und Prozesse mit einer kleinen Anzahl an Netzkunden über ihren gesamten Lebenszyklus zwölf Monate lang in der Praxis getestet.

 

Die koordinierte Testphase soll voraussichtlich Ende 2018 mit einem großen Feldtest abgeschlossen werden, wie es heißt.

 

Interoperabilität und Austauschbarkeit entscheidend 


„Wir sind mit knapp 60 Prozent positiven Testfällen äußerst zufrieden“, erklärt Heike Kerber, Geschäftsführerin bei VDE/FNN.

 

Bis zu einem Massen-Rollout sei aber noch einiges zu tun, so Kerber. Nach ihren Worten müssen Interoperabilität und Austauschbarkeit der Komponenten konkretisiert und optimiert werden.

 

„Deshalb werden wir weiter konsequent mit Behörden, Herstellern und Anwendern zusammenarbeiten.“

 

Das Ergebnis des kleinen Feldtests wurde durch einige fehlende Voraussetzungen für einwandfrei arbeitende Komponenten beeinträchtigt.

 

Dazu zählen laut VDE/FNN Vorgaben von Eichbehörden, wie Verbrauchsdaten für den Kunden dargestellt werden sollen.

 

Über tausend Tests zur Qualitätssicherung

 

Für den kleinen Feldtest wurden die drei zentralen Komponenten von intelligenten Messsystemen – Gateway-Administrator, Smart-Meter-Gateway und digitaler Stromzähler – von verschiedenen Herstellern kombiniert, so VDE/FNN.

 

„Im Fokus der Überprüfung standen die Interoperabilität und Austauschbarkeit der Komponente, ebenso wie die Interaktion des intelligenten Messsystems mit dessen Nutzern. Unter diesen Bedingungen ergaben sich über tausend verschiedenen Tests“, heißt es.

Die Einführung intelligenter Messsysteme ist aufgrund neuer Geräte und Prozesse eine komplexe Aufgabe.

 

Notwenige Standards für Rollout

 

Vor einer breiten Einführung muss sichergestellt sein, dass ausgereifte Geräte in den Markt kommen, die zueinander kompatibel und austauschbar sind.

 

Dazu führt ein Konsortium aus VDE|FNN und 16 Unternehmen der Energiewirtschaft die koordinierte Testphase durch.

 

Konsortium aus VDE/FNN und Unternehmen

 

Da auch Kooperationspartner und Lieferanten eingebunden sind, werden dabei fast alle derzeit am Markt erhältlichen Systeme und Komponenten in die Tests einbezogen.

 

Die gewonnen Erkenntnisse fließen unmittelbar in die Standardisierung bei VDE/FNN ein.

 

Großer Feldtest folgt

 

Im großen Feldtest muss das Gesamtsystem bei mehreren tausend oder zehntausend Kunden seine Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen.

Datum:
16.03.2018
Unternehmen:
Bilder:
Bild: Jürgen Fälchle / fotolia.de

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