23. OKTOBER 2018

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E-Auto – Wann sinkt der Preis?


In Deutschland wurden im März 2018 3.792 Elektroautos zugelassen, so der E-Mobilitätsanbieter New Motion. Den Angaben zufolge sind das mehr E-Auto-Neuzulassungen als je zuvor. Nimmt die E-Mobilität jetzt spürbar Fahrt auf? Einer Studie zufolge werden die Kosten für Kauf und Betrieb des E-Autos drastisch zurückgehen.

Kritiker bemängeln die angeblich zu hohen Kosten für E-Autos. „Tatsächlich bieten Stromer im Vergleich zu Verbrennern finanzielle Vorteile“, so New Motion in einer Mitteilung.

 

Weniger Verschleißteile und günstigere Batterien

 

Den Angaben zufolge habe das Marktforschungsunternehmen Bloomberg in einer Studie errechnet, wie sich die Betriebskosten von E-Autos im Vergleich zu Verbrennern ändern werden.

 

„Ab 2026 rechnen die Verfasser damit, dass E-Autos günstiger als Verbrenner sind“, so New Motion. „Zum einen liegt das an der geringen Zahl von Verschleißteilen, die im Motor und Antriebsstrang verbaut sind. Es gibt auch keine Kupplung und weniger Flüssigkeiten, was die Kosten weiter senkt.“

 

Zudem rechnet Bloomberg mit sinkenden Preisen für Batterien.

 

Derzeit macht die Batterie etwa 42 Prozent der Gesamtbetriebskosten aus – bis 2030 werden es nur noch 18 Prozent sein, heißt es.

 

Auch Statista prognostiziert günstigere Batterien: Lag der Preis 2015 noch bei 275 Euro pro Kilowattstunde, werden es 2020 nur noch 108 Euro sein.

 

Laden ist günstiger als Tanken

 

Vergleicht man die durchschnittlichen Benzin- und Strompreise (ca. 1,30 Euro je Liter Super und 28 Cent pro Kilowattstunde) wird deutlich: Für die gleiche Reichweite liegen die Ladekosten in der Regel unter den Kosten für eine Tankfüllung.

 

Beim Renault ZOE liegt der Verbrauch nach NEFZ bei 14,6 kWh pro 100 km, so New Motion.

 

„Bei 28 Cent pro kWh sind das nur 4,09 Euro auf 100 km“, so das Unternehmen.

 

New Motion ist nach eigenen Angaben ein führender Anbieter von intelligenten Ladelösungen für Elektroautos in Europa.

 

Das Unternehmen betreibt derzeit mehr als 30.000 private Ladestationen in den Niederlanden sowie in Deutschland, Frankreich und im Vereinigten Königreich, heißt es.

 

Ist die Talsohle beim Dieselanteil erreicht?

 

Inzwischen mehren sich auch die Anzeichen für eine Stabilisierung des Dieselanteils. Nach der vorläufigen Auswertung des Branchenspezialisten Dataforce stieg dieser von 31,4 Prozent im März auf 33,4 Prozent im April.

 

„Im Relevanten Flottenmarkt hat sich die Dieselquote knapp unter der 60-Prozent-Marke eingependelt, im Privatmarkt waren erstmals in diesem Jahr wieder knapp über 20 Prozent der zugelassenen Pkw mit Dieselmotoren ausgestattet“, so Dataforce in einer Mitteilung.

Datum:
15.05.2018
Bilder:
Bild: scusi/fotolia.de
Quelle: New Motion

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