21. OKTOBER 2018

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Da hat´s gefunkt: Stromnetze sicher steuern


Am 13. und 14. Juni hat sich die Energiebranche auf dem BDEW-Kongress in Berlin getroffen und über Themen der neuen Energiewelt diskutiert. Im Vorfeld des Kongresses haben Energieversorger verkündet, in den Aufbau eines hochverfügbaren Funknetzes zu investieren. Das bietet die Grundlage, um Stromerzeuger und -verbraucher sicher und digital zu vernetzen, so die Unternehmen.
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Die Energieversorger und Netzbetreiber EWE Netz, Netzgesellschaft Düsseldorf, Rheinenergie über die Tochter NetAachen, Teag Thüringer Energie, Wemag und Westfalen Wesernetz investieren dafür in 450 MHz-Funknetze.

Basis für Digitalisierung

»Die Energiewende hat unsere Stromversorgungssysteme einer radikalen Veränderung unterworfen. Die vielen dezentral und unregelmäßig einspeisenden Wind- und Solaranlagen und das darauf abgestimmte Speicher- und Lastmanagement beim Kunden erhöhen den Steuerungsbedarf enorm«, so Stefan Reindl, Sprecher des Vorstands der Teag Thüringer Energie.

»Um die Energiewende erfolgreich umzusetzen und jederzeit eine zuverlässige Versorgung zu gewährleisten, müssen sämtliche Einheiten des Systems digital vernetzt werden. Wir als Energiewirtschaft wollen diese Digitalisierung vorantreiben. Doch dafür brauchen wir eine leistungsfähige, sichere und hoch verfügbare Kommunikationsinfrastruktur.«

Im Einsatz für Stromnetze und Smart Meter

Die geplanten Funknetze sollen vor allem zur Steuerung der Stromnetze, zur Anbindung von Smart-Meter-Gateways und zur Notfallkommunikation eingesetzt werden, so die Unternehmen. Sie haben mit dem Aufbau begonnen.

Das Besondere sei, dass anders als herkömmliche Telekommunikationsnetze  diese Funknetze mit einer sehr hohen örtlichen und zeitlichen Verfügbarkeit funktionieren.

»Die Energiewirtschaft hat lange nach einer geeigneten Lösung für ihre Kommunikationsbedarfe gesucht. Denn die technischen Anforderungen sind enorm«, so Torsten Maus, Vorsitzender der Geschäftsführung der EWE Netz.

»Stromerzeuger, -verbraucher und Netzbetreiber müssen jederzeit und überall miteinander kommunizieren können. Das funktioniert nur, wenn auch in Kellerräumen verbaute Anlagen wie Smart Meter Gateways zuverlässig erreicht werden. Unsere Funknetzlösung bietet in Ergänzung unserer leitungsgebundenen Telekommunikation dank der vergleichsweise niedrigen Frequenz von 450 MHz eine hervorragende Gebäudeversorgung.«


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