22. AUGUST 2018

zurück

kommentieren drucken  

Da hat´s gefunkt: Stromnetze sicher steuern


Am 13. und 14. Juni hat sich die Energiebranche auf dem BDEW-Kongress in Berlin getroffen und über Themen der neuen Energiewelt diskutiert. Im Vorfeld des Kongresses haben Energieversorger verkündet, in den Aufbau eines hochverfügbaren Funknetzes zu investieren. Das bietet die Grundlage, um Stromerzeuger und -verbraucher sicher und digital zu vernetzen, so die Unternehmen.
Mehrseitiger Artikel:
1 2  

Die Energieversorger und Netzbetreiber EWE Netz, Netzgesellschaft Düsseldorf, Rheinenergie über die Tochter NetAachen, Teag Thüringer Energie, Wemag und Westfalen Wesernetz investieren dafür in 450 MHz-Funknetze.

Basis für Digitalisierung

»Die Energiewende hat unsere Stromversorgungssysteme einer radikalen Veränderung unterworfen. Die vielen dezentral und unregelmäßig einspeisenden Wind- und Solaranlagen und das darauf abgestimmte Speicher- und Lastmanagement beim Kunden erhöhen den Steuerungsbedarf enorm«, so Stefan Reindl, Sprecher des Vorstands der Teag Thüringer Energie.

»Um die Energiewende erfolgreich umzusetzen und jederzeit eine zuverlässige Versorgung zu gewährleisten, müssen sämtliche Einheiten des Systems digital vernetzt werden. Wir als Energiewirtschaft wollen diese Digitalisierung vorantreiben. Doch dafür brauchen wir eine leistungsfähige, sichere und hoch verfügbare Kommunikationsinfrastruktur.«

Im Einsatz für Stromnetze und Smart Meter

Die geplanten Funknetze sollen vor allem zur Steuerung der Stromnetze, zur Anbindung von Smart-Meter-Gateways und zur Notfallkommunikation eingesetzt werden, so die Unternehmen. Sie haben mit dem Aufbau begonnen.

Das Besondere sei, dass anders als herkömmliche Telekommunikationsnetze  diese Funknetze mit einer sehr hohen örtlichen und zeitlichen Verfügbarkeit funktionieren.

»Die Energiewirtschaft hat lange nach einer geeigneten Lösung für ihre Kommunikationsbedarfe gesucht. Denn die technischen Anforderungen sind enorm«, so Torsten Maus, Vorsitzender der Geschäftsführung der EWE Netz.

»Stromerzeuger, -verbraucher und Netzbetreiber müssen jederzeit und überall miteinander kommunizieren können. Das funktioniert nur, wenn auch in Kellerräumen verbaute Anlagen wie Smart Meter Gateways zuverlässig erreicht werden. Unsere Funknetzlösung bietet in Ergänzung unserer leitungsgebundenen Telekommunikation dank der vergleichsweise niedrigen Frequenz von 450 MHz eine hervorragende Gebäudeversorgung.«


Mehrseitiger Artikel:
1 2  

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 

Diese Artikel könnten Sie ebenfalls interessieren:

Netzausbau: Gelingt Tempoverschärfung per Aktionsplan?

Netzausbau: Gelingt Tempoverschärfung per Aktionsplan?

Die Bundesnetzagentur hat die Trasse für eine neue Stromleitung in Mitteldeutschland festgelegt. Erstmals fand die Planung in einem vereinfachten Verfahren statt. Damit soll der Neubau von Stromleitungen schneller gehen als bisher. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat einen Aktionsplan für einen schnelleren Ausbau der Stromnetze vorgestellt. » weiterlesen
Redispatch-Plattform in Arbeit

Redispatch-Plattform in Arbeit

Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber haben Soptim und die FGH im Rahmen eines europaweiten Vergabeverfahrens mit der Realisierung des Redispatch-Ermittlungs-Servers beauftragt. » weiterlesen
KfW kauft Anteil an 50Hertz

KfW kauft Anteil an 50Hertz

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) erwirbt im Auftrag der Bundesregierung den aktuell zum Verkauf stehenden 20-prozentigen Anteil am deutschen Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz im Rahmen einer Brückenlösung. Die Anteile sollen perspektivisch weiterveräußert werden, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilt. » weiterlesen
Studie: Kleine Wasserkraft reduziert Kosten für Netzausbau

Studie: Kleine Wasserkraft reduziert Kosten für Netzausbau

Der Bestand der kleinen Wasserkraftanlagen reduziert die Kosten für den Netzausbau um rund eine Milliarde Euro gegenüber einem Szenario ohne diese Anlagen und stabilisiert die Netze. Das ist zentrales Ergebnis einer Kurzstudie der Bergischen Universität Wuppertal. » weiterlesen
 
» Finden Sie weitere News in unserem Newsarchiv

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Aktuelle Ausgaben

Partner

Management Forum Starnberg GmbH

Medienpartner enerope

Maslaton

GVS