Ökostrom-Rekord im ersten Halbjahr 2018

Erneuerbare Energien haben im ersten Halbjahr 2018 die Marke von 100 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom geknackt. Das ist ein neuer Rekordwert.

03. Juli 2018

Von Januar bis Juni erzeugten die Solar-, Wasser-, Windkraft- und Biomasseanlagen in Deutschland laut E.on-Berechnungen mehr als 104 Milliarden kWh Ökostrom.

 

Das ist ein Anstieg um rund 33 Prozent innerhalb von drei Jahren, heißt es.

 

„Zum Vergleich: Die erzeugte Strommenge könnte rein rechnerisch bereits sämtliche Haushalte in Deutschland für ein komplettes Jahr mit Ökostrom versorgen“, so E.on. Das gilt bei einem durchschnittlichen Energieverbrauch von 2.500 kWh pro Haushalt pro Jahr.

 

Wind vor Sonne und Biomasse

 

Den Angaben zufolge steuerten die Onshore- und Offshore-Windkraftanlagen rund 55 Milliarden kWh bei, gefolgt von Solar- und Biomasseanlagen mit 21 beziehungsweise 20 sowie Wasserkraftanlagen mit rund 8 Milliarden kWh.

 

Darüber hinaus erzeugen vor allem neuere Photovoltaik-Anlagen immer mehr Strom, der nicht mehr eingespeist und statistisch erfasst, sondern direkt zuhause verbraucht wird.

 

Wer seine Anlage auf den sogenannten Eigenverbrauch ausrichtet, kann in Kombination mit virtuellen Speichern mittlerweile den kompletten Strombedarf decken und die Energie an sonnigen Tagen auf einer Art Stromkonto anlegen, um sie dann zu nutzen, wenn die Sonne mal nicht mehr scheint.

 

PV-Rekord im Mai

 

Nach Angaben des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE betrug die maximale Solarleistung rund 31 GW am 06.05.2018 um 13:00 Uhr. "Zu diesem Zeitpunkt kamen 50 Prozent der gesamten Stromerzeugung aus Photovoltaik", so das Institut.

 

Im Mai und Juni 2018  lag die monatliche Stromerzeugung von PV-Anlagen den Angaben zufolge über der Erzeugung aus Kernenergie und auch über der Erzeugung aus Steinkohle.

 

Aktuelle Daten zur Stromerzeugung in Deutschland sowie zu Im- und Export finden Sie auf der Seite Energy Charts des Fraunhofer ISE: www.energy-charts.de