22. AUGUST 2018

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Speichern im Großmaßstab


Wie lassen sich große Energiemengen schnell, preiswert und gegebenenfalls auch über einen längeren Zeitraum speichern? Im Projekt Gigastore will das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt Strom- und Wärmespeicher für jeden Einsatzbereich weiter entwickeln. Dabei geht es nicht nur um Batterien.

Insgesamt forschen elf DLR-Institute übergreifend an dem Projekt, das eine Laufzeit von vier Jahren und ein Finanzvolumen von zirka 13 Millionen Euro hat, teilt das Forschungszentrum weiter mit.

Für den Klimaschutz


"Die fluktuierende Stromerzeugung von Windkraft- und PV-Anlagen wird immer häufiger durch Batteriesysteme gepuffert. Wenn es aber darum geht, Energie über mehrere Tage, zum Beispiel während Dunkelheit und Flaute, zu speichern, braucht es wesentlich größere Kapazitäten. Für solche Anforderungen entwickelt das DLR Strom-Wärme-Strom Speicher", sagt Professor Andre Thess, Leiter des DLR-Instituts für Technische Thermodynamik und Projektkoordinator.


Speicher im Giga-Maßstab können den Anteil der erneuerbaren Energien im Stromnetz wesentlich erhöhen und zu einer Emissionsminderung beitragen, so das DLR.

Von Batterie bis Power to X


Im Querschnittsprojekt Gigastore erforscht das Forschungszentrum unterschiedliche Speichertechnologien: In der Batterieforschung werden neuartige Konzepte mit hoher Speicherdichte entwickelt, die im Stromnetz, im Verkehr und auch im Luft- und Raumfahrtbereich zum Einsatz kommen.


Geforscht wird auch an Power-to-X-to-Power-Speichern, die elektrische Energie in Wärme, Druckluft und Gas wandeln und bei Bedarf wieder in Strom zurückwandeln können. Diese Speicher haben den Vorteil, dass sie große Energie im Giga-Maßstab preisgünstig und über den Zeitraum von Stunden bis Monaten nahezu verlustfrei speichern können, heißt es in der Mitteilung weiter.


"Energiespeicher sind eine grundlegende Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende. Mit dem Querschnittsprojekt Gigastore erarbeitet das DLR wichtige Lösungen für das Energie- und Verkehrssystem der Zukunft", so Professorin Pascale Ehrenfreund, Vorstandsvorsitzende des DLR.


"Mit Batterie und Power-to-X-to-Power-Speichern decken wir ein sehr breites Spektrum des Speicherbedarfs ab", ergänzt Thess. "Durch die gemeinsame Entwicklung im Querschnittsprojekt können wir die Möglichkeiten und Grenzen der Technologien besser einordnen und Speicher für jeden Anwendungsbereich weiterentwickeln."

Simulation soll helfen


Eine weitere Säule des Querschnittsprojekts Gigastore ist die Methodenentwicklung auf dem Gebiet der Energiespeichersimulation. Wie in allen Innovationsbereichen kann die Entwicklungsarbeit mit Hilfe von Computersimulationen und virtuellem Design wesentlich beschleunigt werden.


Die Methode soll dabei sowohl im Nanobereich von Batterien, als auch bei großen Batteriesystemen zum Einsatz kommen. Die Forschungsarbeiten im Querschnittsprojekt Gigastore seien eng abgestimmt mit dem Projekt Futurefuels, ebenfalls ein DLR-Querschnittsprojekt, in dem die Herstellung von synthetischen Kraftstoffen erforscht wird, so das Forschungszentrum.

Datum:
10.08.2018
Unternehmen:
Bilder:
Bild: DLR

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