Netzbetreiber setzen auf Elektromobilität

Die Energiewende erreicht den Nutzfahrzeugbereich – mit emissionsfreien und flüsterleisen E-Transportern. Westnetz und Netze BW setzen hierbei auf den StreetScooter. Das Elektromobil »Made in Germany« überzeugt mit Funktionalität und Wirtschaftlichkeit.

29. Oktober 2018
Frisch beklebt und jetzt weiß statt gelb: der erste Netze-BW-Streetscooter mit Vertriebsleiter Michael Hauser (links) und Netze-BW-Geschäftsführer Dr. Christoph Müller (rechts). Bild: Netze BW
Bild 1: Netzbetreiber setzen auf Elektromobilität (Frisch beklebt und jetzt weiß statt gelb: der erste Netze-BW-Streetscooter mit Vertriebsleiter Michael Hauser (links) und Netze-BW-Geschäftsführer Dr. Christoph Müller (rechts). Bild: Netze BW)

»Wir haben uns auf die Suche nach Fahrzeugen gemacht, die unseren Anforderungen entsprechen und unseren Kollegen einen störungsfreien Betrieb sowie eine entsprechende Reichweite bieten«, sagt Westnetz-Geschäftsführer Dr. Jürgen Grönner. Für die Monteure der Innogy-Tochter ist das Fahrzeug Werkstatt, Lager und Büro in einem. Grönner: »StreetScooter konnte diese Anforderungen erfüllen.«

Werkzeug und Arbeitsmaterial sollen sicher zu ihren Einsatzorten transportiert und effektiv verstaut werden können. Dafür sorgen passgenau integrierbare Staufächer und Schubladen im Laderaum des Kofferaufbaus.

Auch in Süddeutschland setzt man auf Elektromobilität »Made in Aachen«: Netzbetreiber Netze BW stattete seine Flotte im vergangenen Jahr mit mehreren StreetScootern aus und setzt sie nun für den Ausbau und die Wartung des Verteilnetzes ein: »Der Elektrotransporter bringt gute Voraussetzungen mit, was Größe und Ausstattung betrifft«, erklärt Geschäftsführer Dr. Christoph Müller.

Der vielseitige Stromer transportiert maximal 905 Kilogramm Nutzlast bei einer Reichweite von bis zu 205 Kilometern nach NEFZ. Dank der Höchstgeschwindigkeit von 85 km/h fährt der StreetScooter auch im Überland- und Autobahnverkehr flüssig mit.

Eine robuste Konstruktionsweise aus durchgefärbtem Kunststoff kombiniert mit dem Baukastenprinzip senkt überdies die Kosten für Wartung und Reparatur.

Bei der Anschaffung bieten Förderprogramme der öffentlichen Hand einen zusätzlichen finanziellen Anreiz, und einen Imagegewinn gibt es gratis mit dazu. Für Christoph Müller jedenfalls ist der Umstieg auf E-Mobilität eine klare Sache: »Zur Energiewende gehört auch eine umweltfreundliche und nachhaltige Mobilität.«