24. JUNI 2018

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Grün und lokal - das Projekt Green Power Grid


Wie können erneuerbare Energien auch ohne EEG-Einspeisevergütung rentabel genutzt werden? Dieser Frage geht das Projekt Green Power Grid nach. Es verfolgt die Idee einer lokalen Energie-Community, deren Stromversorgung auf Sonnenenergie basiert. Projektpartner sind die Stadtwerke Speyer, der Verein Storegio und das Fraunhofer ITWM.
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„Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ist dezentral und bedarf dezentraler Netzstrukturen. Für die kosteneffiziente Umsetzung der Energiewende ist es notwendig, lokal erzeugten Strom möglichst auch lokal zu verbrauchen“, sagte der Umweltstaatssekretär von Rheinland-Pfalz Thomas Griese in Speyer.

Über eine Million an Förderung

Dort übergab er Ende Oktober die Förderbescheide über insgesamt 1,1 Millionen Euro für das Projekt an die beteiligten Projektpartner Stadtwerke Speyer und Fraunhofer Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik.


Die Summe setzt sich zusammen aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) sowie des Landes Rheinland-Pfalz.


Das Fraunhofer ITWM und die Stadtwerke Speyer würden im Rahmen des Projektes zeigen, wie auf lokaler und regionaler Ebene durch die Verbindung von Informationstechnik und vernetzter dezentraler Stromspeicherung ein weiterer Ausbau sowie eine bessere Systemintegration von PV-Anlagen kosteneffizient erreicht werden könne, wie das Umweltministerium von Rheinland-Pfalz weiter mitteilt.

Virtuelle Großbatterie

Die Laufzeit des Projektes beträgt drei Jahre, so das Fraunhofer-Institut. Projektstart war Mitte 2016. Geplant werde mit mehr als einhundert Kunden, die PV-Anlagen maximaler Größe installieren. Viele davon sollen gleichzeitig mit einem Batteriespeicher ausgestattet werden.


Die eingesetzten Speicher sollen über eine Plattform zu einer virtuellen Großbatterie zusammengefasst werden, die über eine Schnittstelle der Leitwarte der Stadtwerke steuerbar sein wird.

Von Nachbarn für Nachbarn

Dies bilde die Grundlage für eine lokale Grünstromversorgung, wie das Institut weiter mitteilt. Darüber hinaus könne Überschussenergie an Dritte abgegeben werden – dezentral von Nachbarn für Nachbarn. Die Projektpartner seien sich einig, dass die notwendigen Technologien und Komponenten schon zur Verfügung stehen und man sie nur noch intelligent verbinden müsse.


Im Dezember vergangenen Jahres haben die Partner die Arbeit aufgenommen. Der Projektleiter der Stadtwerke Speyer, Mathias Reinhart, berichtet von einem Kundenangebot, das in einem ersten Schritt ausgearbeitet worden ist.


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Datum:
27.10.2017
Unternehmen:
Bilder:
Rainer Sturm/pixelio.de

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