24. JUNI 2018

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Suche nach Alternativen zur EEG-Umlage


Eine Studie der Deutschen Energie-Agentur (Dena) zur EEG-Umlage skizziert drei alternative Finanzierungsmodelle, die laut der Agentur den Einsatz von Strom aus erneuerbaren Energien in den Sektoren Industrie, Wärme und Verkehr und den Klimaschutz forcieren könnten.
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"Das EEG hat einen raschen Ausbau der erneuerbaren Energien ermöglicht. Die zweite Phase der Energiewende braucht aber andere Finanzierungslösungen, die einen besseren Fokus auf die eigentliche Herausforderung haben: die Reduktion von CO2-Emissionen über die verschiedenen Sektoren hinweg", so Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Dena-Geschäftsführung.


"Mit einer neuen Finanzierung der Umlage würden ein komplexes Regelwerk radikal entschlackt und die Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien in anderen Sektoren erleichtert. Daraus wiederum entstünde erheblicher Spielraum für weitere innovative Technologien, die eine integrierte Energiewende voranbringen würden."

Drei Optionen

Untersucht hat die Dena Alternativen zur Finanzierung der EEG-Umlage über eine an der Anschlussleistung orientierte Abgabe für Stromverbraucher, eine CO2-Abgabe auf fossile Energieträger und eine nicht energiebezogene Abgabe durch konsum- und einkommensbasierte Steuern.


Als Gesamtsumme, die für die Förderung aufgebracht werden muss, rechnet die Studie mit einem für das Jahr 2020 prognostizierten Höchstwert von rund 27,4 Milliarden Euro.

Abgabe für Stromanschlussleistung

Die erste Option, die die Studie skizziert, ist - wie die bestehende EEG-Umlage - eine strombasierte Abgabe. Sie richtet sich allerdings nicht nach den verbrauchten Kilowattstunden, sondern nach der Anschlussleistung des Verbrauchers.


Die Anschlussleistung ist die maximale elektrische Leistung, die ein Haushalt oder Unternehmen aus dem Stromnetz beziehen kann. Pro Kilowatt Anschlussleistung würde jeder Stromverbraucher jährlich eine Abgabe bezahlen.


Dieses Modell rege dazu an, die Anschlussleistung möglichst gering zu halten, so die Agentur. Das sei besonders für Unternehmen interessant. Sie könnten in Anlagen investieren, die ihren Strombezug gleichmäßiger verteilen und so die Spitzenlast des Betriebs senken.


Private Haushalte würden in diesem Szenario im Vergleich zu Unternehmen einen um fünf Prozent höheren Anteil für den Ausbau der erneuerbaren Energien zahlen als heute, heißt es weiter.

Abgabe auf fossile Energieträger

Die zweite Option ist eine energiebezogene Abgabe über den Bundeshaushalt. Hierbei werden Treibhausgasemissionen mit einer CO2-Abgabe je Tonne besteuert.


Die Höhe der Abgabe ergibt sich aus dem Bedarf für die EEG-Umlage und wird für alle konventionellen Energieträger entsprechend ihrer CO2-Intensität bemessen. Der Finanzierungsbedarf würde so über eine CO2-Abgabe auf Benzin, Diesel, Heizöl und Erdgas abgedeckt. In dieser Option werden diejenigen Emissionen, die schon dem europäischen Emissionshandel (EU ETS) unterliegen, ausgeschlossen.


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Datum:
17.11.2017
Unternehmen:
Bilder:
Bild: Uwe Schlick/pixelio.de

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