Industriepark Höchst nun weitgehend energieautark

Infraserv Höchst hat eine neue Gasturbinen-Anlage im Industriepark Höchst in Betrieb genommen. Man habe rund 70 Mio. € in die Anlage, die mit zwei Gasturbinen mit jeweils rund 50 MW elektrischer Leistung ausgestattet ist, investiert. Mit der Inbetriebnahme ist der Park laut Unternehmen weitgehend energieautark.

10. November 2011

Ebenso wie das bestehende Kraftwerk wird die Anlage in Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) betrieben. Damit sei ein besonders hohes Maß an Energieeffizienz verbunden, und der CO2-Ausstoß sei deutlich geringer. Im Vergleich zur konventionellen Stromerzeugung emittiert die neue Gasturbinen-Anlage laut eigner Angabe 224.000 t weniger CO2 pro Jahr. Die Investition sei somit auch ein wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz in der Rhein-Main-Region. Die beiden Gasturbinen, deren elektrische Leistung laut Unternehmen zur Stromversorgung einer Stadt mit 200.000 Haushalten genügen würde, drehen sich mit 6.600 Umdrehungen pro Minute. Über Transformatoren wird der dabei erzeugte Strom in das Hochspannungsnetz des Industrieparks eingespeist. Die Wärme der 550 °C heißen Gasturbinenabgase wird in dem nachgeschalteten Abhitzekessel genutzt, um pro Stunde 130 t Hochdruckdampf, 30 t Niederdruckdampf und 135 t Heißwasser zu erzeugen. Diese Wärmemenge würde ausreichen, um 10.000 Einfamilienhäuser zu beheizen.

Für den Industriepark Höchst ist die neue Anlage von großer Bedeutung: Mit der Inbetriebnahme sei der Standort weitgehend energieautark. »Mit der Inbetriebnahme dieser Anlage haben wir das Ziel erreicht, weitgehend unabhängig von externen Stromlieferungen zu sein. Diese Unabhängigkeit von den Entwicklungen des Strommarktes ist für unsere Kunden sehr wichtig und ein entscheidender Erfolgsfaktor im globalen Standortwettbewerb von großer Bedeutung«, so Infraserv-Geschäftsführer Dr. Roland Mohr.