Innogy an der Börse

Markt

Mehr als 115 Jahre nach der Gründung des Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerks zwingt die Energiewende das Unternehmen zur größten Umstrukturierung der Firmengeschichte. Der Innogy-Börsengang Ende Oktober brachte laut Medienberichten RWE auf einen Schlag rund 3Mrd.€ ein – das Unternehmen verschafft sich damit neue Spielräume. RWE hatte Anfang Oktober 25% der Anteile der neuen Tochter für Erneuerbare, Netz und Infrastruktur sowie Vertrieb an die Börse gebracht. Der Konzern will auf Dauer die Mehrheit behalten.

02. November 2016

Der größte Börsengang in Deutschland seit dem Jahr 2000 brachte Berichten zufolge rund 5Mrd.€ ein. 3Mrd.€ fließen in die Kasse von RWE, 2Mrd. an Innogy. Seit 2006 durchlitten Anleger eine lange Börsentalfahrt. Im Geschäftsjahr 2014/2015 konnte RWE keine Dividende an die Aktionäre ausschütten.

Peter Terium will sich künftig auf den Chefposten bei Innogy konzentrieren. Sein bisheriger Stellvertreter Rolf Martin Schmitz soll die Führung von RWE übernehmen.

Innogy bündelt die Geschäfte mit Ökostrom, Strom- und Gasnetzen und dem Vertrieb. Bei RWE bleiben die Kohle- und Gaskraftwerke sowie die Handelssparte. Innogy will Terium zufolge nun unter anderem in den USA in den Markt mit Windkraftanlagen einsteigen. In den USA muss jetzt jeder Bundesstaat erneuerbare Energien vorweisen können. Bislang konzentriere sich alles auf Texas. Innogy wolle in andere Bundesstaaten gehen.

www.innogy.de

Erschienen in Ausgabe: 09/2016