Innogy einigt sich mit E.on und RWE

Innogy hat mit E.on einerseits und RWE andererseits zwei rechtlich bindende Vereinbarungen zur geplanten Integration von Innogy in E.on und zur geplanten Integration des Geschäftsbereichs Erneuerbare Energien von Innogy in RWE geschlossen.

19. Juli 2018

Laut einer gemeinsamen Pressemitteilung der Unternehmen soll die geplante Transaktion in einem transparenten Prozess umgesetzt werden, bei dem alle Mitarbeiter fair und möglichst gleich behandelt werden – unabhängig davon, welchem Unternehmen sie bisher angehören. Zudem solle bei den Integrationen den Stärken der jeweiligen Unternehmen Rechnung getragen werden.

Essen soll als Sitz und Standort der Zentrale der neuen E.on beibehalten werden.

Gemeinsame Integration

Innogy wird die zügige Umsetzung der geplanten Transaktion positiv begleiten und unterstützen, auch gegenüber dem Kapitalmarkt, so die Unternehmen. Die Planung der Integration soll in jeweils gemeinsamen Prozessen umgesetzt werden.

Zur Integrationsplanung soll es bei E.on und Innogy eine spiegelbildliche Projektorganisation geben, die die Abstimmung zwischen den Unternehmen innerhalb strenger rechtlicher Vorgaben ermöglicht, heißt es in der Mitteilung. Dabei sollen in gemeinsamer Arbeit Lösungen für ein zukünftiges Unternehmen geplant und entwickelt werden, wobei E.on das Letztentscheidungsrecht habe.

RWE werde ein Integrationskomitee für das Geschäft mit Erneuerbaren Energien einrichten, in dem Vertreter von Innogy und E.on eingebunden werden.

Laut der Vereinbarung sollen in einem  geordneten Prozess unter Einbindung der Mitbestimmungsgremien unter Führung von RWE gemeinsame und für alle beteiligten Unternehmen tragfähige Lösungen hinsichtlich der geplanten Integrationen und der erfolgreichen Weiterentwicklung der von der Transaktion betroffenen Geschäftsbereiche entwickelt werden.

Sozialverträgliche Eingliederung geplant

Die gesamten geplanten Integrationen sollen sozialverträglich erfolgen, so die Unternehmen. Innogy, E.on und RWE haben sich im Mai unter Beteiligung der Konzernbetriebsräte mit den Gewerkschaften Verdi und IGBCE auf eine Tarifpolitische Grundsatzerklärung für Deutschland verständigt. Auf Grundlage dieser Vereinbarung seien betriebsbedingte Beendigungskündigungen im Rahmen dieser Transaktion praktisch ausgeschlossen.

Zusätzlich haben sich E.on und Innogy auf einen Auswahlprozess für die Besetzung von Top-Führungspositionen verständigt, um sicherzustellen, dass ein gemeinsames Führungsteam unabhängig vom Herkunftsunternehmen optimal besetzt sein wird. Dieses Vorgehen gilt auch für die Besetzung von Führungspositionen bei den Erneuerbaren Energien in der RWE.

 „Die Vereinbarungen mit E.on und RWE schaffen die Grundlage für faire Integrationsprozesse auf Augenhöhe und somit für eine konstruktive Zusammenarbeit in der Zukunft“, so Uwe Tigges, Vorstandsvorsitzender von Innogy.

 

„Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass Innogy übernommen wird, haben wir das Bestmögliche für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter herausgeholt. Die Vereinbarung ist auch im Interesse unserer Kunden, Aktionäre und anderer Stakeholder.“