Innovations- und Technologiezentrum von IRENA in Bonn eröffnet

Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen und Adnan Z. Amin, der Generaldirektor der Internationalen Organisation für Erneuerbare Energien (IRENA), haben in Bonn das Innovations- und Technologiezentrum (IITC) von IRENA eröffnet. Die Beratungseinrichtung soll laut eigener Angabe wissenschaftliche Szenarien zur Förderung erneuerbarer Energien in Industrieländern, aber insbesondere auch in Entwicklungs- und Schwellenländern erarbeiten.

10. Oktober 2011

Sie soll darüber hinaus in Zusammenarbeit mit dem IRENA-Hauptsitz in Abu Dhabi zum weltweiten Umstieg auf Ressourcen schonende Technologien beitragen. Mit den Technologie- und Innovationsanalysen des IITC könne IRENA Unterstützung beim Aufbau geeigneter Rahmenbedingungen anbieten, Kompetenzen ausbauen und neue Finanzierungsmodelle entwickeln. »Bei einer stetig wachsenden Weltbevölkerung und deren berechtigtem Wunsch nach Wohlstand brauchen wir ein Wachstum, das vom Ressourcenverbrauch entkoppelt wird. Fortschritt muss so gestaltet werden, dass künftige Generationen nicht nur ausreichend mit Energie und Ressourcen versorgt werden, sondern dass ihnen weiterhin Gestaltungsspielräume bleiben. Die erneuerbaren Energien sind ein ganz entscheidender Motor für dieses neue Wachstum«, so Röttgen.

Das Innovations- und Technologiezentrum beschäftigt sich laut eigener Angabe unter anderem mit Technologiepolitik, um das Tempo für die Entwicklung von technologischen Innovationen zum Ausbau der erneuerbaren Energien zu erhöhen. Ziel sei, das Potenzial der regenerativen Energien zu steigern, diese schneller wettbewerbsfähig zu machen und neue Märkte zu erschließen. Die Bundesregierung stelle jährlich zwischen 2 und 3 Mio. € für das IITC bereit. Diese Gelder stehen laut eigener Angabe zusätzlich zu dem Jahresbeitrag von 1,3 Mio. US$ für IRENA zur Verfügung.