Innovationstag Mittelstand am 1. Juli

Neues Brennstoffzellenheizgerät made in Saxony.

17. April 2009

Im ›Zulieferverbund PEM-Brennstoffzellen ZUBRA+‹ arbeiten vorwiegend sächsische Industrieforscher an der Weiterentwicklung eines Heizgerätes zur stationären Energieversorgung. Ihr vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im Rahmen des Netzwerk-Förderprogramms ›NEMO‹ unterstütztes Projekt wird im Technologiezentrum des Landkreises Meißen (Sachsen) koordiniert. Ziel ist es, die Lebensdauer sowie die Zuverlässigkeit der Technik weiter zu verbessern und die Produktionskosten signifikant zu reduzieren. Jüngstes Ergebnis der Forschungs- und Entwicklungsarbeiten ist das Brennstoffzellenheizgerät ›inhouse5000‹, das neben der üblichen Funktion als Wärmeerzeuger auch Strom produziert. Das Gerät ist modular aufgebaut. Sein Herzstück bildet eine Niedertemperatur-PEM-Brennstoffzelle, für deren elektrochemische Reaktion ein wasserstoffreiches Gas sowie Luftsauerstoff genutzt werden. Die freigesetzte Energie wandelt das System effizient in Strom und Wärme um. Als ›Abfallprodukt‹ entsteht zusätzlich Wasser. Ein Reformer erzeugt den erforderlichen Wasserstoff mittels Dampfreformierung aus Erd- oder Biogas. Hierbei wird das im Gas enthaltene Methan mit Wasserdampf in ein Brenngas umgewandelt, das bis zu 75 % Wasserstoff enthält. Mit einer elektrischen Leistung von 5 kW eignet sich ›inhouse5000‹ nach eigenen Angaben für den Einsatz in Mehrfamilienhäusern, Gewerbebetrieben, öffentlichen Gebäuden oder Hotels.