Installationsschiff für Windpark DanTysk unter Vertrag

Für ihr gemeinsames Offshore-Windparkprojekt ›DanTysk‹ in der Nordsee vor Sylt haben Vattenfall und die Stadtwerke München (SWM) einen weiteren entscheidenden Schritt zur Bauvorbereitung realisiert.

18. Februar 2011

Nachdem erst kürzlich der Übertragungsnetzbetreiber TenneT den unbedingten Netzanschluss für den Park zugesagt hatte, konnte nun in einem weiteren Schritt das nach eigenen Angaben weltgrößte Installationsschiff unter Vertrag genommen werden. Der Vertrag wurde kürzlich mit der dänischen Reederei Swire Blue Ocean (SBO) über die Nutzung des Schiffes zum Transport und zur Errichtung der 80 Siemens-Windkraftanlagen unterzeichnet. SBO hat die Samsung-Werft in Südkorea mit dem Bau beauftragt.

Fertigstellungstermin für das Errichterschiff, das ›Pacific Orca‹ heißen soll, ist Sommer 2012. Das Schiff könne nahezu wetterunabhängig und nach neusten Sicherheitsstandards operieren. Es verfüge über einen eigenen Antrieb mit bis zu 13 Knoten und könne zeitgleich 12 Windturbinen mit vormontierten Türmen transportieren. Mit einer verbesserten Standsicherheit durch das Aufsetzen von sechs Beinen und einer Jackingfunktion für Wassertiefen bis zu 75 m kann es nach eigenen Angaben auch bei einer signifikanten Wellenhöhe von 2,5 m und Windgeschwindigkeiten bis zu 20 m/s die Turbinen auf den Fundamenten in der Nordsee verankern. Der Hauptkran sei für Lasten von bis zu 1.200 t ausgelegt, die Ladekapazität des Schiffes betrage bis zu 8.400 t. Das Schiff werde nach den neuesten Umweltstandards gebaut und eingesetzt.

Die Errichtung der Windturbinen beginnt nach eigenen Angaben im Jahr 2013. Basishafen des Projekts wird der dänische Ort Esbjerg. Hier wird die Pacific Orca mit Turbinen und Turmteilen beladen und dann das DanTysk-Baufeld knapp 70 km vor Sylt ansteuern.

Der Windpark ist ein wichtiger Bestandteil der SWM Ausbauoffensive Erneuerbare Energien. Das Ziel ist sehr ehrgeizig: Bis 2025 wolle man soviel Ökostrom in eigenen Anlagen produzieren, dass damit der Verbrauch ganz Münchens – immerhin rund 7,5 Mrd. kWh pro Jahr – gedeckt werden kann.