Intelligente Netze für die Elektromobilität

Eine Million Elektrofahrzeuge sollen bis zum Jahr 2020 auf deutschen Straßen fahren. Dieses Ziel hat auch Folgen für die Energiewirtschaft, denn die neuen Stromverbraucher müssen sinnvoll in ein intelligentes Stromnetz integriert werden. Mit dieser Aufgabe befasst sich ab sofort ein Forschungsprojekt unter dem Titel ›Smart Grid Integration‹ (SGI).

24. April 2013

Im Projekt werden Energiemanagement-Systeme erforscht, die den Nutzerkomfort genauso wie die Netzstabilität sichern. Konsortialführer des Projekts ist das Mannheimer Energieunternehmen MVV Energie, daneben sind BridgingIT, Energy4U und das Karlsruher Forschungszentrum Informatik beteiligt. Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Clusters ›Elektromobilität Süd-West‹ mit insgesamt rund 1,1 Mio. € gefördert. Es ist im Januar 2013 gestartet und hat eine Laufzeit von 36 Monaten.

Die Partner erforschen Konzepte und Strategien, die das Aufladen der Batterien von Elektrofahrzeugen für die Betreiber von Verteilnetzen steuerbar machen. Diese aktive Steuerung kann das Netz stabilisieren und kritische Netzzustände vermeiden, ohne zu einem Komfortverlust auf Nutzerseite zu führen. Außerdem bindet sie Strom aus erneuerbaren Quellen wie Wind- und Sonnenenergie besser in das Energiesystem ein. Elektrofahrzeuge sollen im besten Fall immer dann laden, wenn viel erneuerbare Energie zur Verfügung steht. Elektromobilität trägt dadurch nachhaltig zur Reduzierung energiebedingter Emissionen bei. Die Projektergebnisse werden ein wichtiger Baustein für zukünftige Stromnetze in Städten und Gemeinden sein.