Intensivierung des LNG-Geschäfts

E.on Ruhrgas mit neuer Repräsentanz in Algerien

05. Juni 2008

Zum weiteren Ausbau des LNG-Geschäfts hat die E.on Ruhrgas AG, Essen, eine Repräsentanz in Algerien eröffnet. Ziel ist es, den langfristigen Import von algerischem Flüssigerdgas (LNG) und dessen Vermarktung in Europa weiter voranzutreiben. Dabei setzt das Unternehmen insbesondere auf eine Kooperation mit dem algerischen Staatskonzern Sonatrach.

„LNG soll in Zukunft unser klassisches Erdgas-Bezugsportfolio weiter ergänzen und damit zur Versorgungssicherheit unserer Kunden in ganz Europa beitragen. Algerien ist dafür ein strategisch wichtiger Partner“, so Dr. Jochen Weise, Mitglied des Vorstands der E.on Ruhrgas AG, zuständig für den weltweiten Gaseinkauf und -handel.

Laut Unternehmen gewinnt verflüssigtes Erdgas, das per Tankschiff transportiert wird, für die europäische Gasversorgung mehr und mehr an Bedeutung. Es wird erwartet, dass sein heutiger Anteil von rund 10 % am Erdgasaufkommen der EU bis zum Jahr 2020 auf rund 18 Prozent steigen wird. Erst im Februar 2008 war der E.on Ruhrgas AG der Einstieg in das erste integrierte LNG-Projekt im westafrikanischen Äquatorialguinea gelungen. Daneben plant das Unternehmen weitere LNG-Projekte etwa in Nigeria und arbeitet an der Realisierung mehrerer Anlagen zur Wiederverdampfung von LNG. Die Eröffnung einer Repräsentanz in Libyen ist mittelfristig ebenfalls geplant.