Investitionsklima für Erneuerbare hat sich verschlechtert

Das Investitionsklima für erneuerbare Energien hat sich im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert. Das ergibt eine aktuelle Studie, die der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) zusammen mit der Hannover Messe beauftragt hat.

19. April 2012

Auch seien die Erwartungen innerhalb der Branche deutlich zurückgegangen. »Die Erwartungshaltung unserer Unternehmen im Hinblick auf künftige Investitionen war vor Fukushima größer als nach dem Atomausstiegsbeschluss der Bundesregierung«, stellt Harald Uphoff, kommissarischer Geschäftsführer des BEE, fest. »Das führen wir zum einen auf die schlechteren Rahmenbedingungen zurück, die die Regierungskoalition zuletzt im Strombereich geschaffen hat. Und zum anderen auf seit Jahren fehlende Impulse für den Wärmemarkt und den Biokraftstoffsektor«, erklärt Uphoff die Stimmung innerhalb der Branche. Von Aufbruchsstimmung könne keine Rede mehr sein.

Auch die real getätigten Investitionen der Industrie in Fertigungsstätten für Erneuerbare-Energien-Anlagen seien im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2010 um rund 1 Mrd. € gesunken. Dieser Rückgang sei neben geringer ausgefallenen Investitionen im Windbereich im Wesentlichen auf den Einbruch im Photovoltaikmarkt zurückzuführen. »Diese Stimmung spiegelt sich auch auf der diesjährigen Hannover Messe wider. Vor allem auf internationalem Niveau hat sich die Innovationsdynamik der Industrie noch einmal beschleunigt. In diesem Jahr erwarten wir rund 5.000 Unternehmen aus 70 Nationen und verzeichnen damit ein deutliches Plus gegenüber dem Vergleichsjahr 2010. Dieses Wachstum bezieht sich auch auf den Bereich erneuerbare Energien. Dort verzeichnen wir ein Wachstum von mehr als 30 % gegenüber 2010«, so Hubertus von Monschaw, als Abteilungsleiter für die Energiethemen der Hannover Messe verantwortlich.