IPP-Technologie für ›Iter‹ ausgewählt

Neuartige Heizung für Fusionsreaktor

09. August 2007

Zur Plasmaheizung der Fusionstestanlage ›Iter‹ wurde eine im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching entwickelte neuartige Hochfrequenz-Ionenquelle ausgewählt. Dies wurde jetzt im Anschluss an die einstimmige Empfehlung des für Planungsänderungen zuständigen internationalen Expertengremiums beschlossen.

Die Testanlage ›Iter‹ (lateinisch für ›der Weg‹) ist nach Angaben des Institutes der nächste große Schritt der weltweiten Fusionsforschung. In Zusammenarbeit von sieben Partnern - Europa, Japan, USA, Russland, China, Indien und Südkorea - soll der Bau der Anlage im kommenden Jahr in Cadarache (Südfrankreich) beginnen. Mit 500 MW erzeugter Fusionsleistung - zehnmal mehr, als zuvor zur Plasmaheizung aufgewendet wurde - soll diese Entwicklung eigenen Angaben zufolge zeigen, dass ein Energie lieferndes Fusionsfeuer möglich ist.