Jacobs University setzt auf umweltfreundliche LED-Leuchten

Als erste Universität Deutschlands testet die Jacobs University in Bremen derzeit in einem wissenschaftlich begleiteten Pilotprojekt den Einsatz von LED-Lampen zur Beleuchtung von Hörsälen, Labors und Büros im Alltagsbetrieb.

22. Juni 2011

In einem gut 4.000 m² großen Gebäude mit allen universitätstypischen Raumnutzungen wurden die herkömmlichen Leuchtstoffröhren durch neuartige LED-Röhren ersetzt, die nach eigenen Angaben ein Drittel weniger Strom verbrauchen und zudem ohne die potenziell gesundheitsschädlichen Leuchtgase von Energiesparlampen auskommen. Sollte die siebenmonatige Testphase in Bezug auf Energieeinsparung und Praxisanforderungen erfolgreich sein, sei eine Umstellung auf LED-Licht für den gesamten Jacobs Campus geplant.

Energiesparen ist wieder in aller Munde – und dies nicht nur wegen des jüngst geplanten Ausstiegs aus der Atomenergie in Deutschland. Schon lange gilt als Konsens, dass die Energieprobleme, die sich für die kommenden Jahrzehnte abzeichnen, nur zu lösen sind, wenn vor allem in den Industrieländern deutlich Strom gespart wird. Insbesondere die Beleuchtung in öffentlichen Gebäuden, Industrie und Privathaushalten birgt ein hohes Potenzial an Einsparmöglichkeiten. In vielen Bereichen werden daher

Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren eingesetzt. Dass diese sogenannten ›Gasentladungslampen‹ nicht nur wegen des enthaltenen Quecksilbers bei der Entsorgung Probleme bereiten, sondern auch wegen der Ausgasungen selbst von intakten Lampen alles andere als umweltfreundlich sind, ist dagegen weniger bekannt.