Jemgum an europäisches Erdgasnetz angeschlossen

Mit der so genannten ›goldenen Naht‹ hat die EWE Netz GmbH im Auftrag der EWE Gasspeicher GmbH den Erdgassspeicher Jemgum an das europäische Erdgasnetz angeschlossen. Der noch im Bau befindliche Speicher soll im April kommenden Jahres zum ersten Mal mit Erdgas gefüllt werden.

20. Dezember 2012

»Mit der goldenen Naht ist die letzte Schweißnaht gemeint, durch die die vom Speicher Jemgum kommende Gastransportleitung mit dem holländischen Ferngasnetz in Oude Statenzijl verbunden wurde. Damit ist der Erdgasspeicher Jemgum jetzt auch an das europäische Ferngasnetz angeschlossen«, erklärt EWE-Projektleiter André Fisse. Das Erdgas ströme zukünftig mit einem Druck von bis zu 100 bar durch das Gasrohr, das einen Durchmesser von 900 mm aufweise.

EWE und das Unternehmen astora aus Kassel (ehemals Wingas) wollen in den nächsten Jahren insgesamt bis zu 33 Kavernen im Salzstock Jemgum errichten. EWE plant eigenen Angaben zufolge, bis zu 15 Kavernen mit einem Volumen von jeweils bis zu 700.000 m3 zu bauen. Astora werde zunächst 18 Kavernen mit einem geometrischen Volumen von bis zu 750.000 m3 realisieren. Die beiden Speicher werden zusammen entwickelt, nach Fertigstellung jedoch unabhängig von beiden Unternehmen betrieben. In Jemgum soll einer der größten Erdgaskavernenspeicher in Deutschland entstehen.