Klimaschutz statt Kohle

Kanadische Provinz Ontario schaltet vier Kohlekraftwerksblöcke ab

21. September 2009

Die ‚Ontario Power Generation‘ (OPG) bereitet die Schließung von vier Kohlekraftwerksblöcken für das Jahr 2010 vor – vier Jahre vor dem vereinbarten Ziel 2014. Die OPG wird in Ontario zwei von acht Kraftwerksblöcken im Kohlekraftwerk Nanticoke (bei Simcoe) und zwei von vier Anlagen im Kraftwerk Lambton (bei Sarnia) bis Oktober 2010 schließen. Diese beiden Kraftwerke haben eine Leistung von ungefähr 2.000 MW. Nimmt man die Schließung des Kraftwerks Lakeview im Jahr 2005 hinzu, wird Ontario seine Kohlekapazität im Vergleich zum Jahr 2003 um 40 % senken. Gleichzeitig verringert sich der Ausstoß von Kohlendioxid um 30 Megatonnen.

Als Ausgleich wurden seit 2003 mehr als 7.000 MW Leistung aus neuen oder komplett renovierten Anlagen ins Stromnetz eingespeist. Davon rund 3.700 MW aus neuen Gaskraftwerken und mehr als 1.200 MW aus erneuerbaren Energiequellen. Die OPG wird die übrigen elf Kraftwerksblöcke nach und nach auf Brennstoffe wie Biomasse umrüsten.

„Die OPG hat sich zum Ziel gesetzt, der sauberste Stromerzeuger Nordamerikas zu sein. Wenn wir keine Kohle mehr verbrennen, können wir Energieträger wie Biomasse noch viel stärker einsetzen“, sagt Tom Mitchell, Präsident und CEO der Ontario Power Generation. Das Kraftwerk Atikokan soll das erste sein, das von der OPG bis 2012 auf Biomasse umgestellt wird.