Knackpunkt Plug & Play

VDE/FNN haben erste Ergebnisse der Testphase zur Einführung intelligenter Messsysteme vorgestellt. Ziel war, das Maß der Interoperabilität der verschiedenen Komponenten zu ermitteln. Da ist noch viel zu tun, wie der Labortest zeigte.

22. Mai 2017

Getestet wurden 13 verschiedene Kombinationen dieser Komponenten und damit ein Großteil der derzeit am Markt erhältlichen Produkte, so der Verband.

 

Über ein Jahr wurden 101 definierte Testfälle an den Geräten und vor allem der verschiedenen Gerätekombinationen geprüft. Insgesamt ließen sich den Angaben zufolge 2.222 Tests durchführen.

 

Zwischenstand

 

"45 Prozent der Testfälle verliefen positiv, rund 25 Prozent waren wegen fehlender Voraussetzungen nicht durchführbar, weniger als 5 Prozent sind fehlgeschlagen", so VDE/FNN in einer Mitteilung.

 

Gleichzeitig zeigte sich, dass die erforderliche Marktreife für einen branchenweiten Rollout noch nicht erreicht ist.

 

Knackpunkt Plug & Play

 

Eine Interoperabilität im Sinne einer Plug & Play-Lösung sei noch nicht erreicht, so der Verband.

 

"Da alle Komponenten einschließlich der Schnittstellen vollkommen neu entwickelt wurden, war absehbar, dass die für einen erfolgreichen Rollout dringend benötigte Interoperabilität eines fortlaufenden Entwicklungsprozesses bedarf", so Peter Zayer, Vorsitzender des Lenkungskreises Messwesen im VDE/FNN. 

 

Feldtest folgt

 

Die zweite Stufe der Testphase ist bereits gestartet. Dabei werden mit einer kleineren Anzahl an Netzkunden Geräte und Prozesse über ihren gesamten Lebenszyklus getestet.

 

Im dritten Schritt sollen dann große Feldtests durchgeführt werden.

 

Hier soll das Gesamtsystem bei mehreren tausend oder zehntausenden Kunden seine Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen.

 

Weitere Informationen: www.vde.com/fnn-testphase