»Mit einem Wirkungsgrad von 46,5 Prozent gehört das Kraftwerk Moorburg zu den effizientesten und umweltfreundlichsten Kohlekraftwerken in Europa und wird einen wichtigen Beitrag zur Netzstabilität in Norddeutschland leisten«, sagt Dr. Karsten Schneiker, Leiter des Kraftwerkes Moorburg. Im Vergleich zu älteren Steinkohlekraftwerken spare das Kraftwerk ab Inbetriebnahme beider Blöcke rund 2,3 Mio. t/a CO2. Es biete zudem die Möglichkeit einer flexiblen Steigerung und Absenkung der Erzeugung. So könne die Leistung eines Blockes innerhalb 15 Minuten um bis zu 300 MW hoch- oder runtergefahren werden. Wetter- und tageszeitabhängige Schwankungen im Netz durch die Einspeisung von erneuerbaren Energien könnten somit durch das Kraftwerk jederzeit schnell ausgeglichen werden, teilt der Betreiber Vattenfall mit. Die Inbetriebsetzungsarbeiten am zweiten Kraftwerksblock A werden fortgesetzt. Der Block solle im Sommer folgen.

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Umweltschützer nannten den kommerziellen Start des Kraftwerks einen »schwarzen Tag für den Klimaschutz«. Das Kraftwerk setze 8-9 Mio. t/a CO2 frei und laufe damit allen Hamburger Klimaschutzanstrengungen zuwider, heißt es in einer Mitteilung des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND).