Konzernüberschuss für Tognum

Jahresprognose 2009 bestätigt und präzisiert

12. August 2009

Der Antriebssystem- und Energieanlagen-Spezialist Tognum bekam im ersten Halbjahr 2009 die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise zu spüren. Dennoch hat das Unternehmen einen bereinigten Konzernüberschuss erzielt und präzisiert die Jahresprognose 2009 im bisherigen Korridor.

„Gerade in der derzeitigen wirtschaftlichen Ausnahmesituation halten wir an unserer Strategie fest und investieren verstärkt in Forschung und Entwicklung“, erklärte Volker Heuer, Vorstandsvorsitzender der Tognum AG. Unser Ziel ist es, unsere Technologieführerschaft langfristig zu festigen, um gestärkt aus der Krise hervorzugehen.“

Für das Gesamtjahr 2009 bestätigte und präzisierte Heuer die bekannte Jahresprognose: „Wir gehen jetzt nach aktuellem Planungsstand beim Umsatz von einem Rückgang von 15 bis 20 Prozent aus und rechnen mit einer bereinigten Umsatzrendite von sechs bis neun Prozent.“ Der ursprünglich veröffentlichte Ausblick war von einem Umsatzrückgang von 10 bis 20 % und einer bereinigten EBIT-Marge im oberen einstelligen Prozentbereich ausgegangen.

Der vom Projektgeschäft geprägte Auftragseingang verringerte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22,6 % auf 1.275,9 Mio. € (1. Hj. 2008: 1.648,4 Mio. €). Der Umsatz sank um 18,3 % auf 1.239,2 Mio. € (1. Hj. 2008: 1.517,0 Mio. €). Das bereinigte EBIT sank im Berichtszeitraum um 58,5 % auf 83 Mio. € (1. Hj. 2008: 200,1 Mio. €).

Ausschlaggebend für diesen Rückgang war in erster Linie das geringere Umsatzvolumen, das die Kapazitätsauslastung im Motorenbau verringerte. Die Gelenkwellensparte erzielte aufgrund des schwierigen Marktumfeldes in der Automobilindustrie rückläufige Ergebnisse.

Erhöhte Aktivitäten in den Regionen führten im ersten Halbjahr zu 27,8 % höheren Vertriebskosten von 105,6 Mio. € (1. Hj. 2008: 82,6 Mio. €). Darin enthalten sind Ausfälle bei Kundenforderungen aus dem zweiten Quartal in Höhe von 8 Mio. €.

Planmäßig stark gestiegene Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (Steigerung im ersten Halbjahr um 51,6 % auf 69 Mio. €) haben sich ebenfalls im bereinigten EBIT niedergeschlagen. Die gesamten Entwicklungsleistungen – inklusive bezahlter Entwicklungsleistungen und aktivierter Entwicklungskosten – belaufen sich im ersten Halbjahr auf 104 Mio. € (1. Hj. 2008: 77,3 Mio. €).