Kooperationsziel Kostenreduktion erfüllt sich nicht immer

Unternehmen in der Energiewirtschaft befürworten unternehmensübergreifende Zusammenarbeit. Das wichtigste Ziel, die Reduzierung der Kosten, erfüllt sich jedoch in einer von drei Kooperationen nicht. Das hat eine Studie von J&M Management Consulting ergeben.

22. Januar 2013

Rund 90% der Teilnehmer sehen Kooperationen demnach als Voraussetzung, um erfolgreich am Energiemarkt agieren zu können. Handelsplattformen, Forschung & Entwicklung und IT sind aus Sicht der Befragten die drei Felder, die sich am besten eignen, um Kooperationen mit anderen Unternehmen der Branche zu schließen. Bei Marketing, Öffentlichkeitsarbeit und Vertrieb sind die Befragten skeptischer. Nur gut ein Drittel kann sich beispielsweise unternehmensübergreifende Kooperationen im Marketing vorstellen.

Damit eine Kooperation gelingt, sind eine Reihe von Faktoren essentiell. Als erfolgskritisch bewerteten die Teilnehmer der Studie »wechselseitiges Vertrauen«, »gezielte Kommunikation nach innen und außen« sowie eine »klare Funktionsteilung und Kompetenzzuweisung«. Aber auch ein professionelles Projektmanagement entscheidet darüber, ob eine Kollaboration Erfolg hat oder nicht (Zustimmung 90%).

Das Potenzial erfolgreicher Kooperationen ist hoch. Die Teilnehmer schätzen, dass sich so die Kosten um 7,6% senken lassen. Befragte aus Unternehmen, die bereits mit anderen Unternehmen zusammengearbeitet haben, beziffern das Kostensenkungspotenzial sogar auf 8,2%.

An der Befragung beteiligten sich mehr als 100 Entscheider aus den Subbranchen Kohle, Gas-, Elektrizitäts-, Wärme- und Kälteversorgung, Wasserversorgung und Abwasserentsorgung sowie erneuerbare Energien.