Kostenbremse

Der Übertragungsnetzbetreiber Tennet und der Energiedienstleister Clean Energy Sourcing arbeiten bei der Nutzung von Winderzeugungsdaten zusammen. Die Kooperation wirkt sich positiv auf die Stromkosten und die Systemintegration der Erneuerbaren Energien aus, heißt es.

02. Mai 2017

Den Angaben zufolge stellt Clens dem Netzbetreiber Echtzeitdaten aus Windanlagen mit einer installierten Leistung von über 800 MW zur Verfügung.

 

„Mithilfe der Daten zur Ist- und prognostizierten Erzeugung aus Windanlagen wird Tennet das Engpassmanagement weiter optimieren“, so die Unternehmen in einer Mitteilung.

 

In Zeiten hoher Stromeinspeisung kommt es in Deutschland aufgrund zu geringer Netzkapazitäten und eines noch immer zu inflexiblen Energiesystems zu punktuellen Überlastungen des Stromnetzes.

 

Insbesondere in Schleswig-Holstein, das den nördlichen Teil der Tennet-Regelzone darstellt, muss den Angaben zufolge der Übertragungsnetzbetreiber an windstarken Tagen häufig stabilisierende Netzeingriffe durchführen, um eine Überlastung einzelner Netzelemente zu verhindern.

 

Beim sogenannten Einspeisemanagement wird die Einspeiseleistung von Windkraftanlagen reduziert und somit Überlastungen im Übertragungsnetz vermieden.

 

Dadurch geht aber nicht nur wertvoller Grünstrom verloren, es entstehen aufgrund von Entschädigungszahlungen zudem Kosten, die sich über die Netzentgelte auf den Strompreis auswirken.

 

Die Daten helfen Tennet nach eigenen Angaben in zweierlei Hinsicht.

 

Das Unternehmen kann zum einen besser einschätzen, mit welcher Leistung die Windkraftanlagen ohne Reduktion einspeisen würden und zum anderen mit welcher Leistung die Windkraftanlagen nach Beendigung des Einspeisemanagements die entsprechenden Netzknoten wieder belasten werden.