Kraftwerke bringen Minus fürs Ergebnis

Energiemarkt-Umfrage

Als E.on Ende November bekannt gab, sich künftig auf Erneuerbare, Netz und Energiedienstleistungen zu konzentrieren und unter anderem die konventionelle Erzeugung in eine eigenständige Gesellschaft zu überführen, ging dies wie ein Paukenschlag durch die Medien- und Energielandschaft.

27. Januar 2015

Dass nicht nur große Konzerne mit den durch die Energiewende eingeläuteten Veränderungen zu kämpfen haben, zeigen auch Zahlen des BDEW und des VKU zur Lage der Energieversorger.

Die wirtschaftliche Situation der Stromversorger hat sich laut einer BDEW-Umfrage unter Geschäftsführern von Stadtwerken und regionalen sowie überregionalen Energieversorgern in den letzten zwei Jahren weiter verschlechtert. 69% der Unternehmen mit eigener konventioneller Stromerzeugung geben außerdem an, dass sich diese negativ oder sehr negativ auf das Geschäftsergebnis auswirkt. Zudem nennt fast ein Drittel der Befragten die eigenen KWK-Anlagen zur Erzeugung von Strom und Wärme unwirtschaftlich. Die Hälfte der Befragten bezeichnet die Anlagen als kostendeckend. Zum anderen geben 34% an, dass die Erneuerbaren einen positiven Beitrag zum Geschäftsergebnis lieferten. Das deckt sich mit Ergebnissen des VKU.

Laut dessen Umfrage geben 62% der befragten Stadtwerke an, dass sich die Wirtschaftlichkeit ihrer konventionellen Erzeugungslagen gegenüber dem Vorjahr verschlechtert hat. 61% gehen davon aus, dass sich die wirtschaftliche Lage ihres Unternehmens künftig verschlechtern wird.

›Eon goes green‹ – Ein Bericht mit Reaktionen und Einschätzungen zur E.on-Strategie

Erschienen in Ausgabe: 01/2015