Kühle Räume

Adibiate Kühlung statt Klimaanlage

02. Juni 2008

Als Alternative zur herkömmlichen Klimaanlage bietet sich die adibiate Kühlung an, informiert die EnergieAgentur.NRW. Die adibiate Kühlung setzt Energie in Gebäuden effizient ein und reduziert CO2-Emissionen, indem Wasser zur Verdunstung genutzt wird (‚Verdunstungskälte‘). Dabei wird - anders als bei herkömmlichen Klimatisierungsanlagen - kein zusätzlicher Strom benötigt.

Das Prinzip ist einfach: Wasser verdunstet und nimmt dabei Energie auf. Diese Energie wird der Luft entzogen, die sich dadurch abkühlt.

Der Vorteil der adiabaten Kühlung liege in der Reduzierung der Betriebskosten. So können durch eine adiabate Kühlung die Kosten für die Klimatisierung auf ein Drittel der Kosten durch Kompressionskältemaschinen gesenkt werden.

In der Klimatechnik wird die adiabate Kühlung erreicht, indem ein Luftstrom in einem raumlufttechnischen Gerät befeuchtet und damit abgekühlt wird. Nicht gesättigte Luft wird mit jedem Gramm Wasser, mit dem die Luft befeuchtet wird, um etwa 2,5 °C abgekühlt.

Das am häufigsten eingesetzte Modell der adiabaten Kühlung ist die Abluftbefeuchtung mit Wärmerückgewinnung. Dabei wird die Abluft durch einen Befeuchter zunächst befeuchtet und somit abgekühlt. Die so abgekühlte Abluft wird über ein Wärmerückgewinnungssystem (WRG) geleitet, dass mit dem Zuluftstrom verbunden ist. Durch das WRG-System wird dem Zuluftstrom Wärme entzogen und durch den Abluftstrom aufgenommen, wodurch sich der Zuluftstrom abkühlt. In diesem Fall könnte man eher von einer ‚Kälterückgewinnungssystem‘ sprechen.