Längste Geothermiebohrung Deutschlands liefert Wärme

Wärme aus 5.000m Tiefe liefert künftig das Geothermie-Heizwerk im Traunreuter Ortsteil St. Georgen. Mit Beginn der Fernwärme-Lieferung am 7. März 2014 versorgt die bayerische Gemeinde nun ihre Privat- und Industriekunden mit der Energie aus der Tiefe.

10. März 2014

Mit der nun startenden Fernwärme-Lieferung können die Stadtwerke Traunreut CO2-freie Wärme aus der Geothermie-Anlage beziehen, teilt das Wirtschaftsforum Geothermie weiter mit. Zurzeit wird Thermalwasser mit circa 108°C aus der Tiefe gefördert. Zum Start der Fernwärme-Auskoppelung sind bis zu 7MW thermische Leistung verfügbar.

Die Heizanlage ist darüber hinaus für bis zu 12MW Wärme ausgelegt. Damit können alle Traunreuter Haushalte mit Fernwärme versorgt werden. Neben der Heizanlage soll auch ein Kraftwerk entstehen. Es wird das Thermalwasser zur regenerativen Strom-Produktion nutzen.

Zum Beginn der Fernwärme-Lieferung des Geothermie-Projekts in Traunreut beglückwünscht Dr. Erwin Knapek, Vorsitzender des Wirtschaftsforum Geothermie, die Geothermische Kraftwerksgesellschaft Traunreut: »Mit den längsten Geothermie-Bohrungen Deutschlands hat die Geothermische Kraftwerksgesellschaft Traunreut Herausragendes geleistet. Dass das Projekt bereits jetzt Fernwärme liefert, ist besonders erfreulich. Hier zeigt sich, dass die konstruktive Zusammenarbeit zwischen der Betreibergesellschaft GKT, der Stadt Traunreut und dem Landratsamt einen schnellen Projektfortschritt ermöglicht hat.«