Alle Leuchttürme erschließen ihr Abwärmepotenzial durch einen innovativen oder wirtschaftlichen Technologieeinsatz und dienen anderen Unternehmen so als Vorbild, so die Agentur weiter. Gemeinsam haben die ausgewählten Projekte das Potenzial, jährlich etwa 36.000 Tonnen CO2 einzusparen.

Die zehn Leuchtürme

Zu den ausgewählten Projekten zählt der Kupferhersteller Aurubis, mit dessen Abwärme Enercity Contracting Nord künftig die Hamburger Hafencity Ost beheizt.

Auch Bosch Thermotechnik und Bosch KWK Systeme haben es in die Auswahl geschafft. Sie stellen die Abwärme für das Wärmeversorgungsnetz der Stadtwerke Gießen bereit.

Die Brauerei C. & A. Veltins nutzt zukünftig die Abwärme aus der Drucklufterzeugung zur Trinkwassererwärmung.

Ein weiteres Projekt realisiert Evers-Druck. Die Abwärme des Unternehmens wird in Zukunft für die Wärmeversorgung in einem Quartierskonzept der Stadt Meldorf genutzt.

Auch Evonik Industries ist mit einem Projekt dabei. Durch Abwärmenutzung auf dem eigenen Gelände spart das Unternehmen große Mengen an Prozessdampf ein.

Das Unternehmen Fahrzeugwerk Bernard Krone, senkt den Wärmeverbrauch beim Lackieren um über 40 Prozent.

Das Stahlunternehmen Georgsmarienhütte ist ebenfalls ausgewählt worden. Es spart durch Abwärmenutzung im Stahlwerk Erdgas, Dampf sowie Strom ein und übergibt die Abwärme an die Stadtwerke Georgsmarienhütte. Die Stadtwerke speichern diese und speisen sie nach Bedarf in das Fernwärmenetz der Stadt ein.

Ein weiteres Projekt ist von Getec heat & power. Der Contractor macht in einem Industrieunternehmen Abwärme über einen Wärmetransformator zur Dampferzeugung nutzbar.

Die Gilgen's Bäckerei & Konditorei nutzt die Abwärme aus Backofen und Kühlung.

Ein weiteres Projekt: Im Hamburger Werk von Nestlé Deutschland wird Abwärme zur Kälteproduktion eingesetzt.

Großes Potenzial

"Die Potenziale der Abwärmenutzung sind riesig. Deutschlandweit könnten Unternehmen pro Jahr bis zu 37 Millionen Tonnen CO2 und rund fünf Milliarden Euro Energiekosten einsparen, wenn Abwärme konsequent genutzt würde", sagt Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Dena-Geschäftsführung.

Das Projekt Leuchttürme energieeffiziente Abwärmenutzung wird durch das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) gefördert. Details zum Projekt, Informationen rund um das Thema Abwärmevermeidung und -nutzung sowie eine Übersicht über Förderprogramme bietet die Dena unter www.abwaerme-leuchtturm.de.