Linde schließt Vertrag für schwimmende Erdgasverflüssigungsanlage

Die Engineering Division der Linde Group und ihr Projektpartner SBM Offshore haben einen Kooperationsvertrag mit PTT FLNG Limited und PTTEP Australasia für die Entwicklung einer schwimmenden Erdgasverflüssigungsanlage in der Timorsee vor der Nordküste Australiens unterzeichnet.

08. Juli 2011

Im Rahmen des Projekts soll laut Unternehmen Erdgas aus den drei Gasfeldern Cash/Maple, Oliver und Southern zu Flüssigerdgas (LNG) verarbeitet werden. Die Anlage werde ca. 680 km westlich von Darwin an der australischen Nordküste und 200 km südöstlich von Indonesien liegen und nach eigener Angabe eine Förderkapazität von rund zwei Millionen Tonnen LNG pro Jahr haben. Linde wird die Aufbauten der Anlage konstruieren. Hierzu gehöre die Gasvorbehandlung und die Erdgasverflüssigung, die auf Lindes eigener Technologie basiere.

Sofern die Gasvorkommen den Erwartungen entsprechen, wird das Projekt laut eigener Angabe Ende 2011 in die Front-End-Engineering- und Planungsphase münden. Ende 2012 soll dann die abschließende Investitionsentscheidung fallen. Der Beginn der kommerziellen Förderung sei für Ende 2016 vorgesehen.

Das in den Niederlanden ansässige Unternehmen SBM Offshore ist ein führender Anbieter von Floating Production, Storage and Offloading (FPSO)-Anlagen für die Ölindustrie. Bei der Floating LNG-Technologie handelt es sich um eine innovative Fördertechnologie. Sie ermöglicht die Erschließung küstenferner Offshore-Gasfelder, die andernfalls nicht wirtschaftlich wäre.