Lohnt sich Demand Side Management?

Keine Energiewende ohne die Flexibilisierung der Stromnachfrage. Diese Gleichung können sich energieintensive Unternehmen zunutze machen. Etwa mit Lastmanagement, neudeutsch Demand Side Management genannt. Was sich damit verdienen lässt, hängt vom Einzelfall ab. Ein neuer Online-Rechner der Dena unterstützt Unternehmen bei der Kalkulation der Erlöse.

01. Dezember 2015

Das Online-Tool gibt Unternehmen eine grobe Einschätzung zur Höhe der Erlöse, wenn sie flexible Stromlasten über Demand Side Management als Regelleistung vermarkten, so die Deutsche Energieagentur (Dena).

Summe der variablen Leistung zählt

„Der Nutzer schätzt die Höhe der in seinem Unternehmen vorhandenen verschiebbaren Lasten ab und gibt sie in das Tool ein. Dafür orientiert er sich an der Leistungsaufnahme der im Unternehmen laufenden Prozesse und wie stark sich diese variieren lässt.

Erlösübersicht der vorigen Quartale

Im Ergebnis bekommt der Nutzer dann die Erlöse angezeigt, die er in den letzten vier Quartalen für die Vermarktung seiner flexiblen Last erhalten hätte“, heißt es in einer Dena-Mitteilung.

Regelleistung für Netzbetreiber

Demand Side Management ermöglicht es Unternehmen, Strom variabler und an die Erfordernisse des Stromsystems angepasst einzusetzen. Die damit erzielte Flexibilität können sie unter anderem als Regelleistung anbieten.

Die Übertragungsnetzbetreiber nutzen diese dann dazu, um Differenzen zwischen Stromerzeugung und -last im Netz auszugleichen. Über die Vermarktung ihrer flexiblen Lasten können Unternehmen somit Erlöse erzielen und gleichzeitig zu einem sicheren Netzbetrieb beitragen.

So wie ein Unternehmen aus der Nähe von Passau. Gut 30.000 Tonnen Silicium produziert die Firma RW Silicium im Jahr. Die Schmelzöfen haben eine Betriebstemperatur von rund 2.000 Grad Celsius. Seit 2013 bietet das Unternehmen die Öfen für Regelenergieleistungen der Netzbetreiber an. 2014 berichtete Energiespektrum über das Unternehmen.

Hier geht es zum Erlösrechner www.dsm-bw.de/erloesrechner