Magnettests an Wendelstein 7-X abgeschlossen

Mit dem erfolgreich abgeschlossenen Test aller siebzig Magnetspulen ist jetzt die Funktion der technologischen Schlüsselkomponente für das Fusionsexperiment Wendelstein 7-X sichergestellt, teilt das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Greifswald mit.

06. Juli 2015

Die übermannsgroßen supraleitenden Spulen werden den magnetischen Käfig erzeugen, der das viele Millionen Grad heiße Fusionsplasma einschließt. Zurzeit laufen im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Greifswald die Betriebsvorbereitungen für die Forschungsanlage. Noch in diesem Jahr soll Wendelstein 7-X das erste Plasma erzeugen.

Ziel der Fusionsforschung ist es, ein klima- und umweltfreundliches Kraftwerk zu entwickeln, das ähnlich wie die Sonne aus der Verschmelzung von Atomkernen Energie gewinnt. Um das Fusionsfeuer zu zünden, muss in einem späteren Kraftwerk der Brennstoff – ein Wasserstoffplasma – in Magnetfeldern eingeschlossen und auf Temperaturen von über 100 Mio. °C aufgeheizt werden. Wendelstein 7-X, die nach der Fertigstellung weltweit größte Fusionsanlage vom Typ Stellarator, wird noch keine Energie erzeugen, aber die Kraftwerkseignung dieses Bautyps untersuchen. Mit bis zu 30 Minuten langen Entladungen soll sie seine wesentliche Eigenschaft vorführen: die Fähigkeit zum Dauerbetrieb, teilt das IPP mit.