Mainova: »Atomausstieg bis 2022 bietet Chance auf mehr Wettbewerb«

Der geplante Ausstieg aus der Atomkraft bis 2022 bietet nach Ansicht des Energieversorgers Mainova die Chance auf mehr Wettbewerb im deutschen Stromerzeugungsmarkt. Das betonte der Vorstandsvorsitzende Dr. Constantin H. Alsheimer auf der Hauptversammlung der Mainova AG.

22. Juni 2011

»Der erforderliche Umbau der deutschen Stromerzeugung darf zu Recht als historische Wende bezeichnet werden. Mit Blick auf die bereits dauerhaft abgeschalteten acht Atomkraftwerke wird sich die volkswirtschaftlich wichtige Chance auf mehr Wettbewerb in der Stromerzeugung sogar schneller einstellen können, als dies selbst vor dem Beschluss zur Laufzeitverlängerung im Herbst 2010 möglich zu sein schien«, so Alsheimer. Der Atomausstieg bis 2022 eröffne die Chance, dass weitere Marktteilnehmer als die bisherigen vier dominierenden Verbundunternehmen am Markt der Stromerzeugung teilnehmen könnten. Der Wettbewerb als preisdämpfendes Marktprinzip werde dadurch stimuliert.

Bis zum Jahr 2015 will das Unternehmen laut eigener Abgabe rund 500 Mio. € in den Ausbau weiterer eigener Kapazitäten im Bereich der Strom- und Wärmeerzeugung investieren. Schwerpunkte seien regenerative Energiequellen sowie hocheffiziente Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Damit wolle man von Lieferanten unabhängiger und damit im Markt widerstandsfähiger werden. Nach Vollzug der Erzeugungsstrategie werde man im Jahr 2015 sämtliche Privatkunden in Frankfurt am Main rein rechnerisch mit regenerativ erzeugtem Strom versorgen können. Das entspricht laut eigener Angabe einer Menge von rund 700 Mio. KWh.