Die rund 1,2 Mio. € teure Anlage läuft nicht im Dauerbetrieb. Sie kommt zum Einsatz, wenn ein Energieüberangebot im Stromnetz herrscht und kurzfristig zusätzliche Verbraucher benötigt werden. Die Anlage nimmt den zu viel produzierten Strom teilweise auf und entlastet so das Netz. Mit einer maximalen Leistung von 8 MW kann die Anlage den Strom von vier großen Windrädern verwerten. Gleichzeitig wird CO2 eingespart, da dann für die Wärmeerzeugung keine fossilen Brennstoffe verwendet werden müssen.

Mainova-Chef Dr. Constantin H. Alsheimer: »Stromspeicher sind eine wesentliche Säule der Energiewende. In der Fernwärme steckt großes Potenzial zur Energiespeicherung«. Die Technik eigne sich sehr gut für den Einsatz im urbanen Umfeld.

Im Normalbetrieb fließen durch die beiden 7,5 m langen Röhren des elektrischen Heißwassererzeugers pro Stunde zwischen 200 und 350 m3 Wasser. Dies entspricht der Ladung von etwa zehn großen Tanklastzügen. Transportiert wird die im Heizkraftwerk Niederrad erzeugte Wärme bis zum Flughafen Frankfurt. Dort wird sie eingesetzt um unter anderem das Brauchwasser zu erwärmen. Im Sommer kann die Anlage ein Drittel des Wärmebedarfs am Flughafen decken. Um die gleiche Menge Energie mit fossilen Brennstoffen zu erzeugen, müssten rund 800 l Heizöl pro Stunde verfeuert werden.