Mainova startet Feldtest zur CO2-Reduzierung

Die Mainova AG testet erstmals ein neuartiges Verfahren, um den Ausstoß des klimaschädlichen CO2 zu verringern. Dabei kommen im Frankfurter Heizkraftwerk West erstaunliche Helfer zum Einsatz: Algen.

07. Oktober 2011

Gemeinsam mit Umweltwissenschaftlern der Justus-Liebig- Universität in Gießen will der Energieversorger laut eigener Angabe Mikroalgen in einem Feldversuch testen. Im ersten Schritt werde in einer Testanlage überprüft, welche der getesteten drei Algenkulturen am besten geeignet ist, um dem Rauchgas des Kraftwerks möglichst viel CO2 zu entziehen. »Zunächst werden wir auswerten, ob sich unsere Erwartungen in die Algen erfüllen. Geht unser Konzept auf, realisieren wir einen größer angelegten Feldtest«, fasst Mainova-Technikvorstand Dr. Peter Birkner den weiteren Projektfortgang zusammen.

Im nächsten Schritt soll laut eigener Angabe eine circa 80m2 große ›Algenzuchtstation‹ auf dem Dach des Kraftwerkes entstehen. Mehr als 800 kg Algen würden nach ersten Berechnungen pro Jahr produziert. Diese könnten dem Rauchgas jährlich 1,6 t CO2 entziehen. Die grünen Mikroorganismen können das Gas, welches beim Verbrennungsvorgang entsteht, binden. Dabei wird das entschwefelte Rauchgas den Algen im Versuchsbecken zugeführt. Durch das CO2 wachsen diese Algen und binden durch Photosynthese das klimaschädliche Gas. Carbon Capture and Conversion (CCC) heißt diese umweltfreundliche Bindung von CO2 an Biomasse.