ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Mainova verdient mehr Geld

Mainova aus Frankfurt hat 2017 die positive Geschäftsentwicklung der letzten Jahre fortgesetzt. Laut Geschäftsbericht betrug das bereinigte Ergebnis 132,2 Mio.€ (2016: 100,3 Mio.€). Auf der Jahreshauptversammlung entlasteten die Aktionäre Vorstand und Aufsichtsrat.
07. Juni 2018

»Wir haben erneut unsere hohe Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt«, so Mainova-Vorstandschef Constantin Alsheimer.

Mainova erzielte im Geschäftsjahr 2017 ein bereinigtes Ergebnis von 132,2 Millionen Euro und konnte einen Zuwachs beim Umsatz auf 1.999,7 Millionen Euro (+ 29,1 Millionen Euro gegenüber dem Geschäftsjahr 2016) verzeichnen.

Das Ergebnis im Segment Erzeugung (Strom und Wärme) lag deutlich über dem Vorjahr. Es verbesserte sich um 37,6 Millionen Euro auf 16,0 Millionen Euro (2016: –21,6 Millionen Euro).

Ursache hierfür sind den Angaben zufolge geringere Risikovorsorgen für die Gaskraftwerke Irsching und Bremen. »Zudem lieferten erste Synergien des Wärmeversorgungskonzepts einen positiven Ergebnisbeitrag«, so Mainova in einer Mitteilung.

Im Segment Stromversorgung konnte das Ergebnis des Vorjahres nicht erreicht werden. Es verringerte sich um 11,3 Millionen Euro auf 7,6 Millionen Euro.

Hier wirkten sich unter anderem regulatorische Vorgaben im Netzgeschäft nachteilig aus, heißt es.

Das durch Mengensteigerungen und Kundenzuwachs geprägte Gasgeschäft verlief erfreulich. Das Segmentergebnis wuchs auf 81,3 Millionen Euro (+5,7 Millionen Euro).

Beim Segment Wärmeversorgung ist das Ergebnis trotz eines leichten Anstiegs um 0,1 Millionen Euro auf –1,3 Millionen Euro weiterhin negativ, so Mainova.

»Grund für das weiterhin negative Ergebnis ist das indexbasierte Preissystem, welches die veränderte Versorgungs- und Kostenstruktur der Erzeugung und Verteilung nicht mehr hinreichend berücksichtigt«, so das Unternehmen.

Marktposition ausgebaut

Im Jahr 2017 hat Mainova die Anzahl ihrer Kunden weiter gesteigert und erstmals die Marke von 700.000 Kunden übertroffen. Das ist ein Plus von 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

»Kundenzufriedenheit hat für uns höchste Priorität, daher führen wir mehrmals pro Jahr repräsentative Kundenumfragen durch«, so Constantin Alsheimer.

Investitionen in regionale Infrastruktur

Die Stadt Frankfurt und die Rhein-Main-Region verzeichnen ein überdurchschnittliches Bevölkerungswachstum und eine zunehmende Verdichtung.

Mainova hat den Angaben zufolge 2017 155,5 Millionen Euro in die regionale Infrastruktur investiert.

Insgesamt hat das Unternehmen den Angaben zufolge in den letzten zehn Jahren mehr als 1,3 Milliarden Euro investiert und plant für 2018 weitere Investitionen in die Netze und Erzeugungsanlagen.

Mit Blick auf die Energiepolitik forderte Alsheimer auf der Jahreshauptversammlung in Frankfurt klare und verlässliche politische Rahmenbedingungen für das Gelingen der Energiewende:

»Wenn sich, wie im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung festgehalten, energiepolitische Entscheidungen zukünftig tatsächlich zentral am energiepolitischen Zieldreieck von Versorgungssicherheit, verlässlicher Bezahlbarkeit und Umweltverträglichkeit orientieren sollen, dann wäre dies ein bedeutender Fortschritt.«

Energiespektrum-Interview

Voriges Jahr erschien in Energiespektrum 5/17 ein Interview mit Mainova-Chef Constantin Alsheimer. Darin sprach er unter anderem über Investitionsentscheidungen in Zeiten erhöhter Risiken.

Hier das Gespräch »Nicht alles auf eine Karte setzen«.