Management-Server für abschaltbare Lasten

Um die tägliche Arbeit mit abschaltbaren Lasten effizienter zu gestalten, haben die deutschen Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) jetzt einen zentralen Lastmanagement-Server in Betrieb genommen. Ziel ist, hiermit die operative Abwicklung der Lastabschaltung für Übertragungsnetzbetreiber und Anbieter zu optimieren und den Abruf von abschaltbaren Lasten gemäß der Abschaltverordnung weitestgehend zu automatisieren, so die ÜNB.

15. Dezember 2014

Seit Ende 2012 könnten sich auch Unternehmen, die am Hoch- und Höchstspannungsnetz angeschlossen sind, vertraglich zu Maßnahmen verpflichten, die der Aufrechterhaltung oder Verbesserung der Versorgungssicherheit dienen. Voraussetzung sei, dass sie mit großer Leistung nahezu rund um die Uhr Strom abnehmen und aufgrund der Besonderheiten ihres Produktionsprozesses kurzfristig auf Abruf für eine bestimmte Zeit ihre Verbrauchsleistung reduzieren können.

Die Inbetriebnahme des Lastmanagement-Servers läuft zweistufig: Zunächst wird mit einem optimierten und umfassenden Abrechnungs-, Abruf-, Verfügbarkeits-, Fahrplan- und Veröffentlichungsmanagement die operative Abwicklung auf Seiten der Übertragungsnetzbetreiber vereinfacht. Danach werden voraussichtlich im zweiten Quartal 2015 weitere Funktionen umgesetzt und den Anbietern eine kostenfreie Möglichkeit zur automatisierten Anbindung an den Lastmanagement-Server zur Verfügung gestellt, um auch anbieterseitig erhebliche Vereinfachungen zu ermöglichen, melden die ÜNB. Zwischen den Übertragungsnetzbetreibern und Anbietern werden Kommunikation und Abrufprozedur vollständig automatisiert umgesetzt. Außerdem wird ein Verfügbarkeits- und Abrufmanagement eingeführt, das den komplexen Produkteigenschaften abschaltbarer Lasten Rechnung trägt. Der Lastmanagement-Server wird als Gemeinschaftsprojekt durch die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber umgesetzt, berichten die ÜNB.